MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Formel 1 auf Kopfsteinpflaster?

Um Rennstrecke und Kulturerbe von Baku in Einklang zu bringen, hat man sich in Aserbaidschan etwas Besonderes einfallen lassen.

Obwohl der neue Grand Prix von Europa auf einer Strecke ausgetragen werden wird, die nur 28.000 Zuschauer fasst und in dieser Hinsicht wohl die kleinste der Formel-1-WM-Historie darstellt, soll die anstehende Premiere in Aserbaidschan nicht mit Attraktionen geizen. Dazu gehört ein ganz besonderer Straßenbelag – der neue Stadtkurs wird teilweise temporär asphaltiert, damit die "Königsklasse" über historischen Untergrund sausen kann.

Veranstalter Arif Rahimov erklärt die baulichen Maßnahmen, die dazu nötig sind: "Wir mussten die komplette Strecke neu asphaltieren, um sicherzustellen, dass sie den FIA-Ansprüchen genügt, aber wir wollten den historischen Charakter der Stadt bewahren, weshalb wir die Pflastersteine auf Teilen der Strecke mit einer temporären Asphaltdecke überzogen haben." Zieht die Formel-1-WM wieder ab, wird man am Kaspischen Meer wieder das traditionelle Stadtbild zu sehen bekommen.

Rahimov verspricht zudem Abwechslung zu den austauschbaren Asphaltwüsten ohne persönliche Note, die bei so vielen neuen Grands Prix im Fernsehen zu sehen sind. "Zum Kurs gehören sowohl alle neuen Teile der Stadt als auch die mittelalterlichen mit den Stadttoren und den Stadtmauern", so der Promoter. "Man wird im Rennen nicht nur die Strecke, sondern die ganze Stadt sehen, denn es gibt auch Höhenunterschiede." Das Rennen in Aserbaidschan steigt am 19. Juni gleichzeitig mit den 24h von Le Mans und ist auch wegen der politischen Lage im Land umstritten.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: News

Weitere Artikel:

Gerhard Berger über neue Regeln

Gerhard Berger: "Da wehrt sich etwas in mir"

Gerhard Berger will dem neuen Formel-1-Reglement eine Chance geben, betont jedoch, dass es für ihn gefühlt zu weit weg vom "klassischen Motorsport" sei

Die neuen Regeln sollte die Formel 1 für Hersteller attraktiver machen, Doch nach dem Aus von Renault und der Krise bei Honda stellt sich die Frage: War es das wert?