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Formel 1: News

Villeneuve: "Wo bleibt der Respekt?"

Jacques Villeneuve schimpft auf Fernando Alonso und wirft ihm Respektlosigkeit vor. Jedoch Lob für Vettel.

Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve ist für seine provokanten Aussagen bekannt. Nachdem in der Vergangenheit bereits verschiedene Formel-1-Piloten ihr Fett wegbekamen, nimmt sich der Kanadier nun Fernando Alonso zur Brust. Der Champion von 1997 kritisiert den Spanier, weil dieser sich in der vergangenen Saison seiner Meinung nach nicht korrekt gegenüber seinem damaligen Arbeitgeber Ferrari verhalten hat.

"Alonso haben die Italiener geliebt, aber die Liebe ist sehr schnell gestorben. Weil man sich eben nicht gegen das Team stellen darf", erklärt Villeneuve gegenüber Sport Bild und fügt hinzu: "Wenn man 30 Millionen Dollar im Jahr verdient, hat man als Fahrer nicht das Recht, seine Liebe für das Team aufzugeben."

"Man stellt sich einfach nicht gegen das eigene Team! Wo bleibt der Respekt? Ich habe nie mein Team kritisiert. Egal, wie schlecht das Auto war", erklärt Villeneuve. Dabei scheint der Kanadier allerdings zu vergessen, dass er sich in der Vergangenheit mehrfach negativ über seinen ehemaligen Arbeitgeber BAR äußerte, für den er zwischen 1999 und 2003 aktiv war. Vor allem das Verhältnis zum damaligen Teamchef David Richards (ab 2002) war massiv gestört.

Trotzdem kritisiert Villeneuve Alonso aufs Schärfste: "Alonso macht das immer, schon damals bei McLaren (2007; Anm. d. Red.) war das so. Ich nenne das den Gott-Komplex, wenn du denkst, du stehst über den Dingen. Aber als Vettel letztes Jahr angekündigt hat, RBR zu verlassen, hat Alonso plötzlich den Boden unter den Füßen verloren." Es folgte schließlich Alonsos Abschied von Ferrari und die Rückkehr zu McLaren.

Villeneuve kritisiert weiter: "Alonso hat sich mehr um Twitter gekümmert und den Politiker gespielt als ums Fahren und Teamgeist. Das haben die Italiener ihm in den letzten zwei Jahren übel genommen. Vor allem auch deshalb, weil Ferrari seine Fahrer immer in Schutz nimmt. Das tun sie jetzt mit Kimi Räikkönen, und das haben sie mit Felipe Massa bis zum Ende gemacht."

Lob hat er dagegen für Ferrari-Neuling Sebastian Vettel übrig: "Er ist ganz anders, ein echter Teamplayer. Sebastian hat Red Bull 2014 nicht einmal richtig kritisiert, obwohl er es hätte tun müssen - so schlecht war der Wagen. Sebastian ist mit beiden Füßen auf dem Boden geblieben. In seiner Einstellung erinnert er an Michael Schumacher: Konzentriere dich aufs Fahren und zeige Respekt gegenüber deinem Team. Mach keine Probleme, wenn keine da sind."

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