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NASCAR Euroseries: Zolder

„Philfun“ als NASCAR-Vizechampion

Philipp Lietz wird nach einem dramatischen Finale in Zolder Vizemeister der NASCAR Whelen Euroseries (Klasse Elite2) und wird bester Newcomer.

Fotos: Nicole Loewy

Das letzte Rennwochenende auf der traditionellen Rennstrecke von Zolder in Belgien entwickelte sich für Philipp Lietz zum Krimi der Sonderklasse. Im ersten Lauf der Klasse Elite 1 wurde der Ybbsitzer Opfer einer Karambolage in der letzten Runde.

Unmittelbar vor ihm kollidierte Matthias Lauda auf dem ultraschnellen Streckenteil mit einem Konkurrenten. Die beiden Fahrzeuge blockierten die ohnehin nicht gerade breite Strecke und für Philipp Lietz blieb kein Platz mehr: Ab gings in die Mauer und Totalschaden am Ford Mustang! Lietz blieb glücklicherweise nahezu unverletzt.

Um im unmittelbar anschließenden Rennen der Elite 2 Klasse teilnehmen und um den Meistertitel kämpfen zu können, organisierte dasTeam vom Veranstalter ein Ersatzfahrzeug. Dieses war natürlich nicht mit den letzten Spezifikationen ausgestattet und nicht abgestimmt. Noch dazu spürte der Niederösterreicher nach dem High-Speed Unfall jeden Knochen und jeden Muskel. Unter diesen Voraussetzungen war es eine herausragende Leistung, dass Philipp Lietz mit den Plätzen fünf und sechs doch noch den Vizemeistertitel fixieren konnte.

Philipp Lietz: „Das Team und ich haben alles gegeben, um doch noch um den Sieg in der Meisterschaft mitmischen zu können. Nach dem Unfall im Elite 1 Klasse-Rennen war es nicht leicht, mit dem fremden und leistungsmäßig unterlegenen Fahrzeug Punkte zu holen. Nachdem ich die Meisterschaft lange angeführt hatte und als Führender zum letzten Lauf nach Zolder gekommen bin, ist es natürlich für mich und das Team enttäuschend, dass es mit dem Meistertitel nicht geklappt hat. Jedoch unter diesen Voraussetzungen bin ich sehr froh, dass ich doch noch den Vizemeistertitel holen und die Challenger-Wertung gewinnen konnte. Jetzt freue ich mich schon auf die NASCAR Siegerehrung im November in den USA!"

Über Philipp Lietz:

Philipp Lietz ist 26 Jahre alt und kommt aus dem niederösterreichischen Ybbsitz. Seine Wurzeln liegen im Rallyesport, der erste Einsatz fand 2007 im Alter von18 Jahren statt. 2008 gewann Philipp Lietz die Rundstreckenwertung im österreichischen Suzuki Cup und gleichzeitig die Rookie Wertung. Es folgten zwei Pokalsiege in der österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft.2010 und 2011. Nach einer kurzen Pause, die Philipp nutzte, um Amerika zu bereisen, ergab sich die Möglichkeit, in der NASCAR Whelen Euro Serie anzutreten. Der Drang nach Außergewöhnlichem brachte Philipp Lietz somit wieder zurück in das Rennauto.

Über die NASCAR Whelen Euro Series:

Seit 3 Jahren wird gibt es die offiziell anerkannte NASCAR Whelen Euro Serie und diese erfreut sich immer mehr an Zuspruch. Mittlerweile findet man schon fast aus jedem europäischen Land Teams oder Fahrer. Die NASCAR Whelen Euroserie wird in 2 Klassen, Elite1 für die Profis und Elite 2 für Rookies, ausgetragen. Je Rennwochenende werden je zwei Läufe pro Klasse ausgetragen. Bei den letzten beiden Rennen werden jeweils doppelte Punkte für die Meisterschaft vergeben. Wie stark diese Serie mit der amerikanischen NASCAR, der bekanntesten Motorsportart weltweit, in Verbindung steht, ist sehr gut am Rahmenprogramm ersichtlich. Cheerleaders, Rugbyspieler und die amerikanische Hymne vor jedem Rennstart bringen den US Flair nach Europa.

Über die Fahrzeuge:

Die europäischen NASCAR Autos sind den amerikanischen sehr ähnlich, jedoch den europäischen Rennstrecken angepasst. Angetrieben von einem 5,7 Liter V( Vergasermotor und einem 4 Gang-Getriebe erzielt man 450 PS bei einem Gewicht von ca. 1200 Kg.

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