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DTM: Lausitzring

Auer eine Klasse für sich

Start-Ziel-Sieg am Lausitzring für Lucas Auer: Der Tiroler gewinnt das Sonntags-Rennen vor Jamie Green und Gary Paffett.

Lucas Auer hat es geschafft: Nachdem der Mücke-Mercedes-Pilot im Qualifying auf dem Lausitzring bereits die zweite Pole-Position seiner Laufbahn einfahren konnte, schnappte er sich im anschließenden Sonntagsrennen den ersten Sieg seiner noch jungen DTM-Karriere. Der Österreicher stand zum ersten Mal überhaupt auf einem DTM-Podium. Eine besondere Freude machte er auch seinem Teamchef Peter Mücke: Für das Berliner Team war es ausgerechnet beim Heimspiel ebenfalls der erste DTM-Sieg.

"Wichtig waren der Start und die erste Runde. Das habe ich hinbekommen", berichtet Auer, der seine Pole-Position verteidigen und sich anschließend schnell von seinem Markenkollegen Robert Wickens (HWA-Mercedes) absetzen konnte. "Wir wussten, dass meine Pace gut ist. Es war wirklich wichtig, die Konzentration zu halten", so der Österreicher, der an der Spitze eine schnellste Runde nach der anderen fuhr.

Rang zwei ging an Mattias Ekström (Abt-Audi), der wie auch schon in Spielberg von einer cleveren Strategie profitierte. Der Schwede, der nur von Rang neun startete, wartete mit seinem Pflichtboxenstopp erneut länger als alle anderen Top-Piloten. "Ich bin super zufrieden mit meinem Rennen. Von neun auf zwei ist eine gute Leistung", freut sich der Routinier nach seinem zweiten Podestplatz in diesem Jahr.

Wickens übernimmt Tabellenführung

Nach seinem Boxenstopp lag "Eki" zunächst auf Platz fünf, doch er konnte sich dank der frischeren Reifen zunächst an Gary Paffett (ART-Mercedes) und seinem Markenkollegen Jamie Green (Rosberg-Audi) und später auch noch an Wickens vorbeischieben. "Ich habe gesehen, dass Robert, Gary und Jamie etwas Übersteuern hatten. Davon habe ich profitiert. Sie hatten am Ende ältere Reifen. Deshalb konnte ich besser attackieren", erklärt Ekström.

"Es war ein hartes Rennen", berichtet Wickens derweil und erklärt: "Nach dem Boxenstopp steckte ich im Verkehr. Das hat mein Leben ziemlich schwer gemacht." Trotzdem konnte er den dritten Platz am Ende vor Green ins Ziel retten und damit die Führung in der Meisterschaft übernehmen. Der Kanadier (58 Punkte) liegt nun hauchdünn vor Marco Wittmann (RMG-BMW/55), der das Rennen als bester BMW-Pilot auf Rang sechs hinter Paffett beendete.

Die weiteren Punkte gingen an Christian Vietoris (Mücke-Mercedes), Nico Müller (Abt-Audi), Bruno Spengler (MTEK-BMW) und Timo Glock (RMG-BMW). Pech für den ehemaligen Formel-1-Piloten: Er lag zu Beginn des Rennens lange auf Podiumskurs, doch bei seinem Boxenstopp lief nicht alles glatt und er verlor mehrere Plätze. In der zweiten Rennhälfte klagte er anschließend über fehlenden Grip und verlor weitere Positionen.

Molina schießt Farfus ab

Überhaupt nicht rund lief es bei Samstagssieger Miguel Molina (Abt-Audi). Der Spanier konnte das Tempo der Spitze nie mitgehen und riss zu allem Überfluss auch noch Augusto Farfus (RBM-BMW) mit einem übermotivierten Manöver in der Anfahrt auf Kurve 1 aus dem Rennen. Molina bekam für die Aktion eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt und kam am Ende als 19. ins Ziel.

Neben dem Spanier sahen auch Maximilian Götz und Daniel Juncadella (beide HWA-Mercedes) die Zielflagge nicht. Bei Juncadella gab es Reifenprobleme, bei Götz ein Problem mit der Lenkung. Mike Rockenfeller (Phoenix-Audi) startete von Rang vier, verspielte seine gute Ausgangsposition aber mit einem Frühstart. Die Konsequenz: Durchfahrtsstrafe und am Ende nur Platz 17 und wieder keine Punkte.

Rookie Esteban Ocon (ART-Mercedes) kam als 15. ins Ziel und wartet weiterhin auf seine ersten DTM-Zähler. Markenkollege Paul di Resta (HWA-Mercedes) ging als 21. bereits zum dritten Mal in Folge leer aus. Nach einem guten Saisonstart verliert er langsam aber sicher den Anschluss an die Tabellenspitze. Die nächsten beiden DTM-Rennen stehen am 25. und 26. Juni auf dem Norisring auf dem Programm.

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