MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WEC: Nürburgring

Audi sichert sich erste Startreihe

Beim Qualifying der WEC am Nürburgring erkämpft sich der #7 Audi bei schwierigen Bedingungen die Pole – Reifenvorteil: Aston Martin in der GTE-Pro vorn.

Audi meldet sich nach der Enttäuschung von Le Mans 2016 umso stärker im Wettbewerb der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) zurück. Nach starken Longruns am Freitag, zeigten die Ingolstädter im Qualifying am Samstag ein weiteres Highlight. Mit einer Durchschnittszeit von 1:39.444 Minuten waren Andre Lotterer und Marcel Fässler (Audi #7) bei schwierigen Bedingungen am schnellsten. Das Duo, das am Nürburgring ohne den verletzten Kollegen Benoit Treluyer auskommen muss, setzte sich gegen die Markenkollegen durch.

Nach einer bärenstarken Rundenzeit von Lucas di Grassi schickte Audi im R18 mit der Startnummer 8 zum Abschluss noch einmal Oliver Jarvis in die Schlacht. Der Brite hatte jedoch Pech: Zunächst lief er in den dichten Verkehr, dann verpasste er die Veedol-Schikane und drehte sich. Einsetzender Regen hatte die Bahn in der letzten Minute noch einmal rutschig gemacht. Weil an jener Stelle gelbe Flaggen gezeigt wurden, konnten sich Mark Webber (3./Porsche 2) nicht mehr steigern.

"Es ist gut, wenn man vorn ist", sagt Andre Lotterer. "Nach dem harten Rennen in Le Mans tut es dem gesamten Team gut. Jetzt freuen wir uns auf morgen." Audi hatte im dritten Freien Training wichtige Reifentests gefahren. Man ging sofort auf Slicks auf die Bahn. "Zuerst war es rutschig, aber ab der dritten Runde war alles okay", so Lotterer. Toyota hatte vorsichtiger agiert und lag damit falsch. Die beiden TS050 gehen am Sonntag aus Reihe drei in das 6-Stunden-Rennen.

Der enge Kampf der privaten LMP1-Teams setzte sich auch im Qualifying fort. Imperatori/Kraihamer (Rebellion 4) und Heidfeld/Prost (Rebellion #12). In der LMP2-Klasse sicherten sich Roman Russinow und Rene Rast die Pole. "Natürlich sind wir sehr glücklich. Es ist die vierte Pole in Folge in diesem Jahr. Jetzt wollen wir aber mal siegen, denn das ist uns bisher noch nicht gelungen", erklärt der Deutsche, der am vergangenen Wochenende noch als Audi-Ersatzfahrer in der DTM gestartet war.

GTE-Pro-Klasse: Aston Martin dank Dunlop vorn

Die Pole-Position in der GTE-Pro-Klasse geht an den Aston Martin #95. Nicki Thiim setzte bei abtrocknender Strecke in 1:59.033 Minuten auf den allerletzten Drücker eine extrem schnelle Rundenzeit. Weil die Session auf nasser Strecke begonnen hatte, sprangen zum Abschluss des Qualifyings noch einmal die ersten Fahrer für eine schnelle Runde in ihre Autos. Thiim agierte dabei gemeinsam mit Gimmi Bruni (4./Ferrari) in einer eigenen Liga und setzte sich nach der guten Vorgabe von Teamkollege Marco Sörensen souverän durch.

"Die Bedingungen waren schwierig, aber perfekt für uns. Bei trockener Strecke wäre es nichts geworden, aber mit unseren Dunlops läuft es unter solchen Voraussetzungen einfach bestens. Es ist meine erste Pole in der WEC - endlich", jubelt Sörensen. Hinter dem Pole-Vantage reiht sich der Ford von Stefan Mücke und Olivier Pla ein. Im Rundenschnitt fehlten den Le-Mans-Siegern rund zwei Zehntelsekunden, von Rang drei geht der Aston Martin von Darren Turner und Richie Stanway ins Rennen. Die Pole der GTE-Am-Klasse geht an den Porsche von Long/Heinemeier Hansson/Al Qubaisi.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WEC: Nürburgring

Weitere Artikel:

Absage Bahrain & Saudi-Arabien

Die versteckten Folgen der abgesagten GP

Die Absage der Grands Prix von Bahrain und Saudi-Arabien hat nicht nur logistische Konsequenzen für die Teams, sondern betrifft auch mehrere sportliche Aspekte

Fernando Alonso verzichtet in Japan auf ein Training - Aston-Martin-Ersatzpilot Jak Crawford bekommt beim Honda-Heimspiel in FT1 am Freitag eine Chance

Teamchef macht Druck

Die FIA muss endlich handeln!

McLaren-Teamchef Andrea Stella deutet an, dass der Unfall von Oliver Bearman in Suzuka vermeidbar gewesen wäre - Eine "einfache Lösung" gebe es jedoch nicht

DTM 2026: Starterfeld

DTM: Starterfeld mit 21 Autos steht

Die DTM hat das Starterfeld für 2026 mit 21 Autos präsentiert: Welche Fahrer dabei sind, welche Stars fehlen und wieso das Feld etwas kleiner ausfällt als im Vorjahr

"Sie machen damit einen Fehler"

Formel-E-Boss kritisiert neuen F1-Weg

Formel-E-Boss Alberto Longo freut sich über die erhöhte Aufmerksamkeit auf seiner Serie und glaubt nicht, dass sich die Formel 1 mit dem Weg einen Gefallen tut