MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Interview

Todt: EU-Entscheid wird FIA helfen

Jean Todt fürchtet eine mögliche Zerschlagung der Formel-1-Strukturen nicht, sondern attestiert der FIA bereits jetzt mehr Einfluss.

Noch wartet die Formel-1-WM auf den Schiedsspruch der EU-Wettbewerbskommission, ob ihre Entscheidungsstrukturen und Einnahmenverteilung gerecht sind. Neben Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone hätte auch FIA-Präsident Jean Todt angeblich kein Problem mit einem Eingreifen der Wirtschaftswächter. "Ich sehe das sehr gelassen, denn es kann für uns nur gut sein", meint der Franzose. "Der Verband hat derzeit nicht genug Macht und Einfluss, um bei den Regeln das letzte Wort zu haben."

Eine klare Anspielung auf die Tatsache, dass die Topteams durch ihre Strategiegruppe ein gewichtiges Wort bei der Erstellung des Reglements mitreden können, ihre Eigeninteressen als Teilnehmer eine Entscheidungsfindung aber besonders schwierig machen. Todt wehrt sich übrigens gegen den Vorwurf, einen Kuhhandel eingegangen zu sein, indem Einfluss auf die Rennserie zugunsten zusätzlicher finanzieller Einnahmen für die FIA aufgegeben wurde.

"Da wurde so viel Blödsinn geredet", ärgert er sich. "Wir haben mehr Einfluss als zu jenem Zeitpunkt, als ich gewählt wurde – und wir haben höhere Einnahmen. Das habe ich auch meinen Leuten gesagt, denn sie sollten auf der FIA-Website besser erklären, was Sache ist."

Todt hält es für wichtig, dass die FIA in Hinblick auf die Regeln die Entscheidungen trifft, will aber von einer alleinigen Verantwortung nichts wissen: "Am Ende muss der Verband entscheiden; er benötigt aber die starke Unterstützung des Promoters, denn der trägt die Verantwortung, die Show zu verkaufen. Alles andere wäre unfair. Wir können nicht die Regeln diktieren und dann Ecclestone sagen, er soll die Show verkaufen."

Nachdem die Diskussionen ob des Reglements ab 2017 zu Ende gebracht wurden, hält der Franzose eine Neuverhandlung des Concorde Agreement ab der Saison 2020 für die nächste größte Herausforderung. Derzeit erhalten die großen, etablierten Teams deutlich mehr Geld als die Privatiers. Die EU-Entscheidung könnte schon vor 2020 für Gesprächsbedarf sorgen.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Interview

Weitere Artikel:

ARBÖ Rallycross Greinbach: Bericht

Spektakuläres Highlight beim ARBÖ Rallycross

Volle Zuschauerränge, 120 Starter aus 7 Ländern machten das ARBÖ Rallycross Festival 2026 zu einem Motorsport Großevent am vergangenen Wochenende im PS Racing Center Greinbach mit viel Action und Spannung.

Nachbericht CaféKunstwerk Rallye Trophy 2026

Klassik-Rallye mit Alkotest-Schreckmoment

Don’t drink and drive ist bei einer Oldtimer-Rallye Ehrensache. Eine Fahrzeug-Crew ließ sich von einer Polizeikontrolle nur kurz abhalten, um schnell wieder weiter zu fahren. Bei den Oldtimern siegte ein Mazda, bei den Youngtimern ein Porsche.

Auer schreibt Geschichte

Auer vorzeitig Endurance Champion!

Lucas Auer schrieb am Sonntag auf dem Nürburgring Geschichte: Mit seinen Winward Racing Teamkollegen Maro Engel (D) und Luca Stolz (D) gelang es ihm, erstmals in der Historie der GT World Challenge den Endurance Cup Titel vorzeitig einzufahren!

GP von Italien: Qualifying

Sensation: Gasly erobert Windschatten-Pole!

Das hatte beim Grand Prix von Italien keiner auf dem Zettel: Während Mercedes und Ferrari strauchelten, wurde Alpine zur großen Überraschung

GP der Niederlande: Bericht

Norris gewinnt Rennen in Zandvoort

Lando Norris feiert den zweiten Sieg hintereinander, vor Kimi Antonelli und George Russell - Gesprächsstoff wegen Stallorder bei Ferrari und Mercedes