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Formel 1: News

Maldonado verkündet Formel-1-Abschied

Trotz eines gültigen Vertrags wird Pastor Maldonado 2016 nicht für Renault fahren und steht vor dem Ende seiner Grand-Prix-Karriere.

Pastor Maldonado wird in der kommenden Saison definitiv nicht in der Formel-1-WM starten. Der Venezolaner gab am Montag über den Kurznachrichtendienst twitter bekannt, dass er 2016 nicht für das Renault-Werksteam ins Volant greifen werde. "Heute teile ich voller Demut mit, dass ich in dieser Formel-1-Saison nicht am Start stehen werde", vermeldet der 30jährige und bedankt sich bei seinen Fans für die Unterstützung.

Der ehemalige GP2-Meister spricht von mehr als zwei Jahrzehnten im aufregendsten Sport der Welt und einem Schritt ins Ungewisse bei der Umsetzung seiner Träume, als er seine Heimat Richtung Europa verließ, um es in die "Königsklasse" zu schaffen. "Ich habe mich an das Gewinnen gewöhnt und über 200 Trophäen unterschiedlicher Größe, Form und Farbe gesammelt. Mein wundervolles Lebenswerk macht mich unglaublich stolz. Ich fühle mich sehr geehrt", erklärt Maldonado weiter.

Offenbar will der ehemalige Lotus-Rennstall mit einer Personalrochade Kevin Magnussen an Bord holen, der dänischen Medien zufolge bereits einen Renault-Vertrag in der Tasche habe und am Mittwoch in Paris als Teamkollege von Jolyon Palmer vorgestellt werden soll. Maldonado waren aufgrund des niedrigen Ölpreises Probleme nachgesagt worden, die für sein weiteres Engagement notwendige Mitgift aufzutreiben, welche seit Jahren von Venezuelas Staatskonzern PDVSA kam. Ohne dieses Geld war er für Renault offenbar keine Option, zumal Maldonado ob seiner fahrerischen Leistungen immer wieder kritisiert wurde.

Ein anderes Formel-1-Cockpit für die Saison 2016 hat Maldonado offenbar nicht auf dem Schirm, was ohne die PDVSA-Millionen ohnedies ein schwieriges Unterfangen wäre. Er selbst verabschiedet sich von der Formel-1-WM mit den Worten "Bis bald!", ohne eine konkrete Zukunftsperspektive zu nennen.

Der größte Erfolg des Südamerikaners war der Sieg beim Grand Prix von Spanien 2012, damals in Diensten des Williams-Teams, mit dem er 2011 in die Formel-1-WM eingestiegen war und für das er drei Jahre lang als Rennfahrer unter Vertrag stand, ehe er nach offener Kritik an der Mannschaft zu Lotus wechselte. Insgesamt hat Maldonado 95 Grands Prix bestritten, holte neben dem Barcelona-Erfolg ein weiteres Podium sowie eine Pole Position. Auf seinem WM-Konto verbuchte er insgesamt 96 Punkte.

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