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GP2: Interview

Rene Binder möchte in der GP2 bleiben

Der Tiroler hofft auf seinen Verbleib, hat aber noch keine Entscheidung getroffen – auch Starts in mehreren Serien wären möglich.

Hochmotiviert und mit einer soliden Vorstellung bei den ersten offiziellen GP2-Testfahrten des Jahres im spanischen Montmeló ist Rene Binder aus der Winterpause zurückgekehrt. Der 24jährige Tiroler, der auf dem Circuit de Catalunya das Carlin-Fahrzeug mit der Startnummer 18 pilotierte, konnte sich in zwei Sessions auf Platz sieben platzieren und damit auch die Ingenieure des britischen Traditionsteams überzeugen. Binders Pressebüro übermittelte nun das folgende Interview.

Du hast Dich in Barcelona solide in den Top 10 platziert und insbesondere in den Long Runs eine tadellose Leistung gezeigt ...

Binder: "Man muss die Ergebnisse von Testfahrten richtig einschätzen, wobei unsere Rundenzeiten im direkten Vergleich mit den Topfahrern, die zur gleichen Zeit mit den gleichen Reifen unterwegs waren, schon konkurrenzfähig waren. Da haben sicher nicht mehr als drei, vier Zehntel gefehlt."

Wie schwierig war es, sich nach drei Monaten wieder an die enormen Geschwindigkeiten zu gewöhnen?

Binder: "Ich war schon in meiner ersten fliegenden Runde am Limit, das ist also überhaupt kein Problem. Vielleicht kann man es sogar mit dem Skifahren oder Schwimmen vergleichen: Wenn man es einmal gelernt hat, vergisst man es auch nicht mehr, wobei die Rundenzeiten generell extrem schnell waren. Mit meiner Bestzeit von 1:28,240 Minuten wäre ich 2015 noch mit einer Sekunde Vorsprung auf der Pole Position gestanden."

Ähnlich dominant wie Mercedes in der Formel-1-WM war im Vorjahr das französische ART-Team in der GP2 – und das, obwohl die Autos grundsätzlich baugleich sind ...

Binder: "In der GP2 wird generell auf einem sehr hohen Niveau gearbeitet, aber ART, DAMS und auch Neuzugang Prema fahren vom Aufwand her noch einmal in einer anderen Liga. Wenn man dort dann noch ein Supertalent wie Stoffel Vandoorne platziert, kommt heraus, was wir 2015 erlebt haben. Das Traurige ist nur, dass Stoffel trotz seines überlegenen Meistertitels kein Cockpit in der Formel 1 bekommen hat. Darüber darf man gar nicht erst nachdenken, aber es kann nur mit Politik zu tun gehabt haben."

Du hast Dir in diesem Winter auffallend viel Zeit mit Deiner Zukunftsentscheidung gelassen. Sind die Würfel nach dem erfolgreichen Test mit Carlin jetzt endgültig in Richtung GP2-Serie gefallen?

Binder: "Warten wir einmal ab; ich möchte zwar weiterhin Rennen in der GP2 fahren, aber es gibt auch Alternativen. Vielleicht fahre ich am Ende sogar in mehreren Serien."

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