MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Motorrad-WM: Interview

Ducati wütend über das Wingletverbot

Gigi Dall'Igna ist mit dem Wingletverbot ab 2017 nicht einverstanden – die anderen Hersteller wollten Ducati einen Vorteil nehmen.

Fotos: Ducati Corse

Die Grand-Prix-Kommission der Motorrad-WM hat bei ihrem Meeting in Assen ein Verbot der Winglets bei MotoGP-Bikes beschlossen. In der laufenden Saison dürfen diese aerodynamischen Elemente beibehalten werden, ab 2017 ist damit Schluss. Als Begründung wurden einerseits Sicherheitsbedenken angeführt, andererseits die Kosten für das Erforschen der Aerodynamik. Für die kleineren Klassen gilt das Verbot schon seit einigen Rennen.

Obwohl kleine Zusatzflügel in der Motorrad-WM nicht neu waren, hat Ducati seit etwa eineinhalb Jahren die Weiterentwicklung der Aerodynamik forciert. Mit Winglets neigt das Motorrad zu weniger Wheelies in der Beschleunigungsphase. Unklar ist, ob die Flügel auch in den Kurven, also bei Schräglagen, einen Vorteil bringen. Mittlerweile haben alle anderen Hersteller nachgezogen, doch Ducati setzt weiterhin auf die größten Zusatzflügel.

Das italienische Werksteam sprach sich dementsprechend vehement gegen ein Verbot aus. Gigi Dall'Igna schäumt über das Verbot: "Zuerst haben uns unsere Gegner kopiert und dann auf ein Verbot gedrängt", wird der Technikchef von gpone.com zitiert. "Meiner Meinung nach haben sie erkannt, dass Ducati bei der Aerodynamik weiter ist. Deshalb wollten sie uns bestrafen und haben die lächerliche Ausrede mit den Sicherheitsgründen gefunden."

Dall'Igna ist komplett anderer Meinung: "Wir glauben, dass die Winglets die Motorräder sicherer machen, weil sie helfen, das Vorderrad auf dem Boden zu halten. Es gab Unfälle, aber kein Fahrer hat sich dabei verletzt. Die Sicherheit ist nur eine Ausrede von jenen, die uns bestrafen wollen." In der Grand-Prix-Kommission sitzen Vertreter von Dorna (Promoter), FIM (Weltverband), IRTA (Teams) und MSMA (Hersteller).

News aus anderen Motorline-Channels:

Motorrad-WM: Interview

Weitere Artikel:

Berufungsgericht hat entschieden

Pierre Gasly verliert Monaco-Podium wieder!

Das internationale Berufungsgericht hat im Streit um das Monaco-Podium von Pierre Gasly entschieden: Strafen bleiben bestehen, Alpine-Pilot verliert den dritten Platz

FIA veröffentlicht zweites ADUO-Ranking

Red Bull weiterhin stärkster F1-Motor

Auch in der zweiten ADUO-Periode ist der Motor von Red-Bull-Ford der stärkste im F1-Feld, sodass der Hersteller weiterhin keine zusätzliche Entwicklung bekommt

Nachbericht CaféKunstwerk Rallye Trophy 2026

Klassik-Rallye mit Alkotest-Schreckmoment

Don’t drink and drive ist bei einer Oldtimer-Rallye Ehrensache. Eine Fahrzeug-Crew ließ sich von einer Polizeikontrolle nur kurz abhalten, um schnell wieder weiter zu fahren. Bei den Oldtimern siegte ein Mazda, bei den Youngtimern ein Porsche.

GP der Niederlande: Bericht

Norris gewinnt Rennen in Zandvoort

Lando Norris feiert den zweiten Sieg hintereinander, vor Kimi Antonelli und George Russell - Gesprächsstoff wegen Stallorder bei Ferrari und Mercedes