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Motorrad-WM: Phillip Island

Crutchlow: „Hätte Instinkt folgen sollen“

Cal Crutchlow und Pol Espargaro im Zweikampf auf den Privat-Maschinen: Der Brite ist über Platz zwei enttäuscht, der Spanier über Rang drei glücklich.

Fotos: Twitter, Tech3

Hinter dem unangreifbaren Polemann Marc Marquez (Honda) werden die beiden besten Piloten auf Privatmaschinen in den Grand Prix von Australien auf Phillip Island starten. Cal Crutchlow (LCR-Honda) setzte sich in der Zeitenjagd mit einem Vorsprung von 0,126 Sekunden gegen Pol Espargaro (Tech-3-Yamaha) durch . In der Gesamtwertung trennen den Briten (P7/116 Punkte) nur zehn Zähler von seinem Widersacher aus Spanien.

"Ich bin ein wenig enttäuscht. Ich hatte gehofft, die Pole holen zu können, wenn ich clever genug agiere", erklärt Crutchlow nach der deutlichen Niederlage gegen Marquez, der als erster auf Slicks gewechselt hatte. "Normalerweise bin ich meist derjenige, der als erster auf die Slicks wechselt. Ich hätte meinem Instinkt folgen sollen. Direkt nach Q1 habe ich gesagt, dass wir sofort mit Slicks herausfahren sollten. Dann habe ich es mir anders überlegt. Das war eine falsche Entscheidung."

"Ich habe mit dem Intermediate an der Front gute Zeiten realisiert, habe nur ein wenig Zeit im Verkehr verloren. So ging es eben auf Rang zwei. Marc hat eine tolle Runde hingelegt", lobt der Brünn-Sieger seinen Kontrahenten nach dem Qualifying. Für Crutchlow steht der zweite Start 2016 aus der ersten Reihe an. In Silverstone war er von Rang zwei losgefahren und hatte jene Position auch im Ziel innegehabt. Auf dem Weg zu Startplatz zwei musste sich der LCR-Pilot zunächst durch Q1 kämpfen.

"Einerseits war das ein Vorteil, weil ich bei den Bedingungen mehr Erfahrung sammeln konnte. Andererseits war es komplett überflüssig, durch das Q1 zu müssen. Es war ein Albtraum. Wir waren im dritten Training immer mit den falschen Reifen unterwegs", schildert er. "Das Rennen dürfte wieder zur Lotterie werden. Hoffentlich bieten wir den Fans ein tolles Rennen. Es wird bestimmt richtig schnell. Ich war überrascht, welche Rundenzeiten wir heute fahren konnten auf einer Bahn ohne Gummibelag. Ich hatte gedacht, dass solche Zeiten erst zum Ende des Rennens möglich sein werden. Es wird am Sonntag eine enge Kiste."

"Auf den Bildschirmen war zu lesen, dass es zur Mitte der Session heftigen Regen geben sollte. Also bin ich sofort hinter Marc auf die Strecke gegangen. Ich wollte auf den Intermediates schnell eine gute Runde hinlegen", beschreibt Espargaro seine Taktik am Samstag. "Ich war hinter ihm und habe dann gesehen, dass er sofort wieder an die Box fährt. Ich selbst hatte meine Zweifel, ob man eine solche Strategie wählen sollte. Ich habe meine Runde also durchgezogen."

"Es war dann aber klar, dass es nicht die optimale Lösung war. Auch ich musste andere Reifen holen - und das brachte mir Sorgen. Wenn der Regen gekommen wäre, dann würde ich jetzt weit hinten stehen", sagt der Spanier. Die dicken, grauen Wolken kamen näher, zogen aber vorbei, ohne weiteren Regen auf die Bahn zu spülen. "Ich hatte Glück, etwas mehr Glück als viele andere", fasst Espargaro nach dem Qualifying auf Phillip Island zusammen.

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