MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Interview

Berger: Auer bekommt Formel-1-Chance

Der österreichische ITR-Boss Gerhard Berger sieht die Weichen für eine Zukunft seines Neffen Lucas Auer in der Formel-1-WM gestellt.

Hat Österreich bald wieder einen Formel-1-Fahrer? Seit sich Lucas Auer (Bild oben) in der DTM verstärkt ins Rampenlicht fährt, träumt manch heimischer Fan von einem Nachfolger für Christian Klien. Auch wenn Auers Sieg beim diesjährigen Auftaktrennen der Silhouetteserie in Hockenheim erst der zweite in der DTM-Karriere des 22jährigen war, wird ihm eine große Zukunft vorausgesagt; auch sein sonst so strenger Onkel Gerhard Berger wirft allmählich alle Zurückhaltung über Bord.

"Er war schon in den vergangenen Monaten ganz knapp an der Formel 1 dran und ist es nach wie vor. Die Weichen sind gestellt", wurde der DTM-Chef von der Kronen Zeitung zitiert. Zuvor aber müsse sein Neffe so weitermachen, wie er die Saison am vergangenen Wochenende begonnen habe. "Wenn der Luki in der DTM eine Saison mit konstanten Spitzenleistungen abliefert, glaube ich, dass er die Chance bekommt", bekräftigte Berger die Formel-1-Hoffnungen seines Neffen.

Der 210fache Grand-Prix-Teilnehmer weiß: Geschwindigkeit ist nicht alles, die Konstanz muss stimmen. Deshalb hat er seinem Verwandten in den vergangenen Jahren immer wieder eingebläut, die Füße auf dem Boden zu behalten, denn der Druck auf den 22jährigen wächst mit den Erfolgen, und auch Berger stellt klar: "Es wird Zeit für einen neuen österreichischen Formel-1-Star."

Wenn Auer seine Leistungen in der DTM bestätigen kann, hat er einen entscheidenden Vorteil: Über fehlendes "Vitamin B" muss er sich keine Sorgen machen. Sein Onkel besitzt nach wie vor exzellente Kontakte in die Formel-1-WM, vor einem Jahr führte der heute 57jährige die (letztlich nutzlosen) Vertragsverhandlungen für Nico Rosberg mit den Mercedes-Bossen Niki Lauda und Toto Wolff. Der neue ITR-Boss könnte seinen Neffen auch mithilfe der Österreich-Connection in der Weltmeisterschaft unterbringen. Niki Lauda, Toto Wolff, Helmut Marko, dazu maßgebliche Sponsoren, führte Berger diesbezüglich an.

Der momentane DTM-Gesamtführende macht aus seinen Formel-1-WM-Ambitionen keinen Hehl, will in seiner dritten DTM-Saison für Mercedes aber zunächst um den Titel fahren. Ein paar Siege sollten es schon sein, forderte sein Onkel bereits 2016. Dann könne Auer einen ähnlichen Weg wie Ex-DTM-Champion Pascal Wehrlein einschlagen. Eines hat der Österreicher dem jetzigen Sauber-Piloten bereits voraus: Ihm gelang sein erster DTM-Erfolg im Vorjahr auf dem Lausitzring zu Beginn seiner zweiten Saison, Wehrlein holte 2014 seinen ersten Sieg erst am Ende seines zweiten DTM-Jahres.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Interview

Weitere Artikel:

GP von Singapur: Bericht

Verstappen siegt erstmals in Singapur!

Max Verstappen hat zum ersten Mal den Großen Preis von Singapur gewonnen - Charles Leclerc und Kimi Antonelli auf dem Podium

Wilder Singapur-Sprint

Russell-Crash & McLaren-Kollision

Max Verstappen siegt in einem wilden Singapur-Sprint, bei dem George Russell crasht, beide McLaren miteinander kollidieren und nur 13 Autos das Ziel sehen

Was FIA-Präsident verraten hat

Neue F1-Antriebe schon 2030?

Kommt der V8-Antrieb schneller zurück als gedacht? Der FIA-Präsident kündigt für 2030 eine neue Antriebsgeneration an, aber ein Nebensatz sorgt für Zweifel

F1 vor Rückkehr nach Afrika

Deal für Ruanda kurz vor Abschluss

Die Anzeichen dafür, dass die Formel 1 2030 einen Grand Prix in Ruanda austragen wird, verdichten sich - WurzDesign plant Rennstrecke in der Nähe von Kigali

Chaos in der Formationsrunde

Warum sind die Fahrer im Regen ausgerollt?

FIA-Technikchef Nikolas Tombazis erklärt die Hintergründe zum Chaos in der Einführungsrunde von Sepang: Hamilton & Co. bleiben ohne Vortrieb liegen