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Formel 1: News

„Liberty Media sollte Silverstone kaufen“

McLaren-Boss Zak Brown hat eine Idee, wie man die britische Traditionsstrecke am Leben erhalten kann und stößt damit bei den Formel-1-Bossen auf offene Ohren.

Nicht nur, aber vor allem in Großbritannien will man es noch nicht wahrhaben, obwohl es schon so gut wie feststeht: Die Formel-1-Strecke in Silverstone wird vorzeitig aus ihrem Vertrag mit der Königsklasse aussteigen. 2019 könnte somit das vorerst letzte Rennen dort stattfinden, wo 1950 zum allerersten Mal ein Grand Prix ausgetragen wurde. Die Streckenbesitzer des British Racing Driver's Club sehen keinen anderen Ausweg, als auf diesem Wege die Konditionen für die Zukunft womöglich noch einmal neu verhandeln zu können. Aber es gibt auch andere Zukunftsmodelle.

"Meiner Meinung sollte Liberty Media Silverstone kaufen", nimmt McLaren-Boss Zak Brown gegenüber Autosport die neuen Formel-1-Rechteinhaber in die Pflicht. "Das wäre dann so ähnliche wie in der NFL, denen der Super Bowl gehört, der jedes Jahr wandert. Silverstone ist eine großartige Strecke. Ich kann verstehen, dass sie unter den herrschenden Umständen kein Geld machen können. Daher müssen wir einen Weg finden, wie ihnen das gelingt."

Der Amerikaner Brown steht im regen Kontakt mit den Ecclestone-Nachfolgern und ist ähnlich wie seine Landsmänner interessiert daran, die Königsklasse attraktiver zu gestalten. Das schließt seiner Meinung nach das Schicksal Silverstones mit ein. Und seine Idee ist nicht nur so dahergesagt. Ihm schwebt im "Home of British Motor Racing" eine Art Zentrale für Fanaktivitäten und Zuschauerbindung vor.

"Ich finde, das würde großartige Möglichkeiten bieten", so Brown. "Man könnte dort eine Hall of Fame der Formel 1 errichten, eine Rennfahrerschule oder eSports anbieten. Man könnte dort, statt immer nur in Barcelona, auch testen lassen und die Fans dabei ranholen."

Bei Liberty Media stößt er damit laut eigenen Angaben auf offene Ohren: "Ich habe meine Ideen offengelegt und sie haben sie sich angehört. Wenn sie dagegen sind, sagen sie das einem eigentlich recht schnell. Aber sie hatten nichts gegen die Logik dahinter. Ich will damit nicht sagen, dass sie wirklich vorhaben, Silverstone zu kaufen. Für mich ist es natürlich einfach zu sagen: 'Los, kauft es'. Aber das gute an Liberty ist, dass sie sich deine Ideen anhören und sich damit beschäftigen. Bei ihnen ist eine Menge los."

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