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Bergrallyecup: Gossendorf

Letzte Entscheidungen beim Saisonfinale

So wie in den letzten Jahren ist auch heuer der MSC Gossendorf Gastgeber für das diesjährige Saisonfinale des Bergrallyecups 2017.

Fotos: H. Rieger

Auch wenn schon einige Titelentscheidungen gefallen sind, bleibt die Spannung vor allem in der heuer stark umkämpften Allradklasse bis zuletzt hoch, den die drei Erstplatzierten sind nur durch wenige Zähler getrennt. Vor dem letzten Lauf führt der Weizer Stefan Wiedenhofer im Mitsubishi Mirage R5 Evo 2 gerade einmal ein Pünktchen vor Titelverteidiger Felix Pailer im Lancia Delta Integrale, dessen Start jetzt fix ist, und dem Mürztaler Werner Karl im Audi S2R quattro, sieben Punkte zurück. Zünglein an der Waage, für wen auch immer, könnte Lokalmatador und Gastgeber Markus Binder im Ford Escort Cosworth sein.

Der schnelle Gossendorfer blickt auf eine bisher eher durchwachsene Saison zurück. Immer wieder bremsten ihn technische Probleme am "Cossie", wie zuletzt in Hofstätten an der Raab, wo er nach einem tollen Training im ersten Rennlauf seinen Boliden mit einem Kolbenbrand, der auch ein kleines Feuer im Motorraum verursachte, abstellen musste. Ein Sieg beim Heimrennen, das er insgesamt vier Mal, davon ein Mal als Tagessieger, gewonnen hat, könnte doch noch einen versöhnlichen Abschluss der Saison bringen. "Der Motor wurde komplett revidiert, diesmal sollte nichts schiefgehen", so Binder.

Rupert Schwaiger aus Koglhof, der zweifache Titelträger der letzten Saison, kann hingegen ohne Druck das Saisonfinale in Angriff nehmen, denn sowohl der Cupsieg in der hubraumstärksten Zweiradklasse als auch der AMF-Pokalsieg sind ihm bereits sicher. Die Mission "Doppelte Titelverteidigung" wurde also erfolgreich absolviert, jetzt heißt es nur noch die weiße Weste, die Klassensiege betreffend, zu behalten.

In der Division der Spezialtourenwagen E1 bis 2.000 cm³ fehlen dem Gleisdorfer VW-Scirocco-Piloten Michael Wels noch zwei Punkte zu seinem ersten Titelgewinn. Dahinter wird aber noch hart um die weiteren Podiumsplätze gekämpft, vor allem der Vizetitel ist noch offen. Markus Müllner, VW Golf 1, derzeit Zweiter, hat elf Punkte Vorsprung auf die beiden ex aequo auf Platz vier liegenden Steirer Didi Sternad, Alfa Romeo 156 STW, und Werner Jud, VW Golf 2, beide 81 Punkte. Der auf Platz drei liegende Jürgen Halbartschlager wird nach seinem Unfall in St. Anton auch beim Saisonfinale nicht am Start sein.

Ebenfalls noch Chancen auf einen Podiumsplatz haben Hermann und Markus Blasl, Harald Daurer, Manfred Majkovski, Helmut Fähnrich und Heiko Fiausch. Ein spannender Kampf ist garantiert. Als Favorit um die Titelvergabe in der Klasse der Spezialtourenwagen bis 1.600 cm³ gilt Florian Pyringer im 1er-Golf GTI; er verwaltet einen 14-Punkte-Vorsprung auf Manuel Blasl im VW Golf.

Auch Bergrallye-Evergreen Joe Rabl im Audi, derzeit Dritter, hat beste Chancen auf einen Podiumsplatz am Ende der Saison, muss sich aber noch heftiger Attacken von Michael Schnidar, Christian Speckl und Martin Zamberger erwehren. Und wenn auch, wie eingangs erwähnt, einige Cupsieger feststehen, so wird um die restlichen Podiumsplätze bis zuletzt mit vollem Einsatz gekämpft werden – also Spannung pur und nichts für schwache Nerven. Der letzte Lauf der heurigen Saison ist demnach ein unbedingtes Muss für jeden Bergrallyefan.

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