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DTM: News Gerhard Berger DTM 2018

Berger denkt über Gaststarter 2019 nach

Alex Zanardi überraschte mit Platz fünf bei seinem DTM-Gaststart, auch 2019 könnte es Gaststarter geben - Berger: "Denken darüber nach."

Foto: ITR

Mattias Ekström (Audi/Hockenheim), Alex Zanardi (BMW/Misano) und Sebastien Ogier (Mercedes/Spielberg) haben bereits oder werden in dieser DTM-Saison einen Gaststart absolvieren. Eingeführt wurde die Regel, dass jeder Hersteller in einem Rennen ein zusätzliches Auto mit einem prominenten Fahrer einsetzen darf, nachdem Ekström Ende Januar seinen DTM-Rücktritt erklärt hat und sich standesgemäß von seinen Fans im Rahmen eines Abschiedsrennens verabschieden wollte.

Durch eine entsprechende Änderung des DTM-Reglements wurde dem Schweden dieser Wunsch erfüllt und er durfte in Hockenheim seine letzten beiden DTM-Rennen - außerhalb der Konkurrenz - fahren. Laut Reglement werden Gaststarter nicht gewertet und sie können keine Punkte einfahren. Das Endergebnis wird so erstellt, als ob sie überhaupt nicht mitgefahren wären, um zu vermeiden, dass ein Gaststarter einem potenziellen Titelanwärter wichtige Meisterschaftspunkte wegnimmt und in den Titelkampf eingreift.

Die Gaststarter-Idee kam bei Fans und Herstellern bisher sehr gut an. Und Zanardi sorgte mit dem fünften Platz im Nachtrennen in Misano für eine faustdicke Überraschung. Warum sollte die DTM dieses Show-Element nicht auch in der Zukunft beibehalten? "Die Gastfahrer-Aktionen an und für sich sind interessant und wir denken darüber nach, damit weiterzumachen", verrät DTM-Chef Gerhard Berger.

Er ergänzt: "Aber es ist nicht ganz einfach. Denken wir an das Samstagsrennen in Misano, als Zanardi nach einer Safety-Car-Phase plötzlich unmittelbar bei den Führenden lag. BMW war dann so weitsichtig und fair, ihn an die Box zu holen - denn was ist, wenn er ausrutscht und einen anderen, der um die Meisterschaft fährt, mitreißt? Das sind Dinge, die wir bedenken müssen, wenn wir Gaststarter in der DTM haben wollen."

Auch im BMW-Lager ist man begeistert über den Einsatz von Gaststartern in der DTM und man ist nicht abgeneigt, auch in Zukunft bei einem Event ein siebtes Auto einzusetzen, das außerhalb der Wertung fährt. "Ich denke, wir haben in diesem Jahr gesehen, dass es definitiv positiv für die DTM ist. Wir werden darüber sprechen, aber ich sehe keinen Grund, warum wir das im nächsten Jahr nicht fortführen sollen", sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt.

"Die Leute müssen sehen, dass es möglich und auch sinnvoll ist. Für die Zuschauer - und für sie machen wir es ja auch - ist es ein tolles Erlebnis!", ergänzt er.

Am Red-Bull-Ring (22./23. September) wird Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier in einem DTM-Mercedes sitzen und sein DTM-Debüt als Gaststarter geben. "Es sind sicher alle gespannt, wie er sich in der DTM schlägt", sagt Berger.

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