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Formel 1: Interview

Grosjean über seine wechselhafte Saison

Schlecht begonnen, dann enorm gesteigert: Romain Grosjeans Saison war eine zweier Halbzeiten. Der Franzose ist stolz auf die Wende.

Zwischenzeitlich hat es heuer für Romain Grosjean – wieder einmal – ziemlich düster ausgesehen: Nach acht Saisonrennen hatte der Franko-Schweizer trotz guter Haas-Form keinen einzigen Zähler auf dem Konto und machte eher mit haarsträubenden Fehlern wie beim Start in Barcelona oder während der Safety-Car-Phase in Baku auf sich aufmerksam. Zu diesem Zeitpunkt hatte Teamkollege Magnussen nicht nur in der Punktetabelle deutlich die Oberhand, auch im Qualifying hatte Grosjean meist das Nachsehen.

"Ich glaube irgendwann stand es neun zu drei", erinnert er sich an Magnussens Überlegenheit an Samstagen, doch Grosjean konnte in der zweiten Saisonhälfte zurückschlagen und deutlich bessere Leistungen erzielen. In den Punkten kam er zwar nicht mehr an den Dänen heran, doch im Qualifying konnte er ihn mit elf zu zehn sogar noch schlagen. "Ich bin mehr und mehr stolz darauf, wie ich die Saison wenden konnte", so der Haas-Pilot.

Wie konnte das Kräfteverhältnis so plötzlich kippen? "Ich denke, ich habe in der Saison einfach ein besseres Gefühl bekommen. Das Auto fühlte sich in meinem Kopf einfach besser an, und ich konnte gute Leistungen abliefern", sagte er. "Das Kanada-Update hat mir geholfen, und ich habe mich damit einfach etwas besser gefühlt."

Bekanntlich ist im Motorsport der Teamkollege immer der erste Rivale, doch absichtlich etwas Schlechtes wünschen würde Grosjean Magnussen nicht. "Ich hoffe niemals, dass er ausscheidet. Ich möchte ihn nicht in Q1 raushaben, damit ich meinen Teamkollegen schlagen kann", sagte er auf das Qualifyingsystem angesprochen. Er fiebere sogar mit seinem Kollegen mit, wenn es in einem Abschnitt eng wird.

Bei Haas ziehen beide Piloten an einem Strang, damit es 2019 vielleicht noch besser wird als in diesem Jahr. Man habe die Schwächen verstanden und will für das kommende Jahr daran arbeiten. "Ich denke, dass die Beziehung im Team gut ist. Wir wollen so weit wie möglich nach vorne und geben alles, was wir haben", so Grosjean.

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