MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Ecclestone: Ferrari verlässt Formel 1 ohne Wimpernzucken

Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone warnt seine Nachfolger von Liberty Media davor, Ausstiegsdrohungen Ferraris nicht ernst zu nehmen.

Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone warnt seine Nachfolger von Liberty Media davor, Ausstiegsdrohungen Ferraris nicht ernst zu nehmen. Auto, Motor und Sport sagt er, dass unter dem neuen Präsidenten Marchionne ein Abschied der Scuderia aus der Königsklasse denkbar wäre - weil es dem FIAT-Boss nur um gute Zahlen und zufriedene Aktionäre ginge, nicht aber um die Tradition. "Sergio kann ohne die Formel 1 leben. Er interessiert sich nur für das Geschäft", erklärt Ecclestone.

Heißt für die Liberty-Verantwortlichen Chase Carey und Ross Brawn, dass sie Marchionne entweder von ihrem neuen Motorenkonzept für die Saison 2021 überzeugen oder im Streit um die Novelle einlenken müssen. Sich darauf zu verlassen, dass Ferrari auch die größte Kröte schluckt, wäre naiv. "Wenn Marchionne der Weg nicht gefällt, den die Formel 1 einschlägt, wird er damit aufhören", betont Ecclestone. "Ich fürchte, Ferrari könnte ohne die Formel 1 leben - umgekehrt nicht."

Erfahrungen aus der Vergangenheit könnten Liberty zu dem Glauben verführen, das neue Antriebsreglement gegen Marchionnes Widerstand durchdrücken zu können. Schon öfter stemmten sich die Roten gegen diverse Pläne, immer wieder standen sie doch in der Startaufstellung. Doch die Zeiten hätten sich unter dem neuen Ferrari-Präsidenten geändert, sagt Ecclestone: "Wäre es Luca di Montezemolo gewesen, hätte man es nicht so ernst nehmen müssen. Motorsport war Lucas Leben."

Was seine Kritik am Vorschlag für die Antriebe der Zukunft angeht, stimmt Ecclestone Marchionne zu. An den V6-Turbohybriden lässt der 87-Jährige kein gutes Haar: "Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich diesen Motor eingestampft. Er war ein Desaster von dem Tag an, an dem er eingeführt wurde."

Die Formel 1 solle zu einem Konzept zurückkehren, das gutes Racing erlaubt, selbst wenn es sich um einen V12 handle. Das wiederum dürfte Mercedes, Renault und Honda nicht schmecken, weil die übrigen Autokonzerne auf Relevanz für die Serienentwicklung erpicht sind.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

"Nicht erlaubt, nicht ermöglicht"

Wurde BMW um seine Titelchance gebracht?

Marco Wittmann fühlt sich um seine DTM-Titelchance gebracht und ärgert sich über die BoP: Hätte man den BMW nach dem Samstag besser einstufen müssen?

Hintergründe DTM-Finale Hockenheim

Hockenheim: Die große DTM-Galerie

Porsche Pilot Preining schaffte im badischen Motodrom von Hockenheim am vergangenen Wochenende mit einem weiteren Podiumserfolg den Sprung an die Spitze. Seine fünf Mitbewerber, die vor dem großen Showdown auch noch Chancen auf den Titel hatten, mussten sich mit den weiteren Plätzen begnügen.

GP von Singapur: Bericht

Verstappen siegt erstmals in Singapur!

Max Verstappen hat zum ersten Mal den Großen Preis von Singapur gewonnen - Charles Leclerc und Kimi Antonelli auf dem Podium

Was FIA-Präsident verraten hat

Neue F1-Antriebe schon 2030?

Kommt der V8-Antrieb schneller zurück als gedacht? Der FIA-Präsident kündigt für 2030 eine neue Antriebsgeneration an, aber ein Nebensatz sorgt für Zweifel

GP von Singapur: Qualifying

Verstappen mit erster "echter" Singapur-Pole

Max Verstappen holte sich zum ersten Mal eine Poleposition für den Singapur-Grand-Prix vor den beiden Ferraris von Charles Leclerc und Lewis Hamilton

F1 hält an Katar und Abu Dhabi fest

Jetzt droht der Super-GAU

Die Situation im Nahen Osten ist weiterhin mehr als fragil - Im schlimmsten Fall für die Formel 1 gewinnt Kimi Antonelli den WM-Titel 2026 auf der heimischen Couch