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Formel 1: News

Rückzug wichtiger Mercedes-Ingenieure

Bricht das Weltmeisterteam auseinander? Chefingenieur Aldo Costa ist lediglich einer der Köpfe der Technikabteilung, die abtreten.

Aderlass in der Technikabteilung von Mercedes – fällt das Weltmeisterteam der vergangenen vier Saisonen nun auseinander? Chefingenieur Aldo Costa, einer der Köpfe hinter den dominanten Formel-1-Boliden der vergangenen Jahre, wird dem Rennstall ab der kommenden Saison nur noch in beratender Funktion zur Verfügung stehen; er möchte mehr Zeit mit seiner Familie daheim in Italien verbringen.

Hinzu kommt, dass die Mannen um Toto Wolff ab Mitte 2019 auch auf Performance Director Mark Ellis verzichten müssen, der eine Auszeit einlegt, vermutlich um danach zu einem anderen Team zu wechseln. Ebenfalls bekannt ist, dass mit Matthew Harman der Mann fehlen wird, der derzeit für das Einpassen der Aggregate sowie das Design des Getriebes verantwortlich zeichnet. Er wird schon ab September für Renault arbeiten.

Mercedes ist laut eigenen Angaben gerüstet, um die Verluste abzufedern. "Bereits vor über einem Jahr haben Aldo und Mark signalisiert, dass sie beabsichtigen, ihr Amt niederzulegen", erklärte Technikchef James Allison, der auch in Zukunft die Gesamtverantwortung tragen wird. Die bislang von Costa geleitete Ingenieursgruppe soll nun noch stärker auf das Design des Autos ausgerichtet werden. Die Leitung wird der 45jährige Chefdesigner John Owen übernehmen, der schon seit 2007 in Brackley arbeitet.

Die Ellis-Nachfolge wird Ende 2018 der 46jährige Fahrzeugdynamikchef Loïc Serra antreten, der zum Performance Director befördert wird. "Mark und Aldo haben mitgeholfen, sowohl den Zeitrahmen als auch die Art und Weise der bevorstehenden Veränderungen zu gestalten. Mit John, Loïc und der gesamten technischen Führungsmannschaft unter der Leitung von James strahlt die Zukunft des Teams hell", sieht Motorsportchef Wolff keine Krise auf das Team zukommen.

Der Österreicher bezeichnet den Teamumbau trotz der vergangenen Erfolge sogar als großartige Chance: "Wir haben immer wieder gesagt, dass man eine erfolgreiche Organisation nicht einfrieren kann. Es ist eine dynamische Struktur, und ich bin stolz darauf, dass wir den Staffelstab reibungslos an die nächste Generation an Führungskräften aus unserem Team übergeben können."

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