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Formel 1: News

Vijay Malta wird in Indien als Flüchtiger eingestuft

Nicht als Flüchtling, sondern offiziell als Flüchtigen stuft ein indisches Gericht den Force India-Teamchef Vijay Malta ein.

Ein Gericht in Neu-Dehli hat Vijay Mallya, den Teamchef von Force-India, offiziell als Flüchtigen eingestuft. Mallya soll wiederholt nicht vor Gericht erschienen sein, was ihm nun diesen Status einbrachte. Der Besitzer des Formel-1-Rennstalls war in seinem Heimatland bereits mehrfach unter Druck geraten. Besonders mit der Pleite seiner Fluglinie "Kingfisher" war er zwischenzeitlich in die Schlagzeilen geraten.

Bei den aktuellen Problemen handelt es sich um bereits vor langer Zeit begonnene Ermittlungen. Das Gerichtsverfahren war bereits im Jahr 2000 aufgenommen worden und richtet sich gegen Verstöße im Rahmen des "Foreign Exchange Regulation Act" ("FERA"). Dieses Gesetz regelt den Umgang mit ausländischen Währungen in Indien.

Mallya soll mit seiner Brauerei, die ebenfalls den Namen "Kingfisher" trägt, gegen dieses Gesetz verstoßen haben. Explizit geht es um eine Zahlung von 200.000 US-Dollar, die Mallya Ende der 1990er-Jahre an eine britische Firma vollzogen haben soll. Die Zahlung soll ohne Erlaubnis der "Reserve Bank of India" stattgefunden haben.

Dabei ging es scheinbar um die Werbung für seine Spirituosenfirma, die im Rahmen der Formel 1 stattfinden sollte. Nachdem er mehrfach zum Erscheinen vor Gericht aufgefordert wurde, dies aber ausblieb, wurde er nun als Flüchtiger eingestuft. Mallya ist auch wegen Schulden in Milliardenhöhe gesucht und lebt deshalb in England. In diesem Zusammenhang wurde er im Oktober 2017 auch kurzzeitig festgenommen, kam aber gegen Kaution wieder frei.

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