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Formel 1: Interview

Renault plant ohne Carlos Sainz junior

Carlos Sainz junior ist zwar in alle Vorbereitungen für die nächste Saison eingebunden, doch Renault schmiedet schon Pläne ohne ihn.

Renault hat einen Plan B, falls Carlos Sainz junior 2019 nicht im Werksteam bleiben darf. Der 23jährige Spanier ist heuer zunächst für ein Jahr an die Franzosen ausgeliehen, doch hat Red Bull bis Ende Juli die Möglichkeit, eine Vertragsoption zu nutzen und ihn als Nachfolger von Daniel Ricciardo ins A-Team zu beordern. Dadurch ist man in der unglücklichen Position, zwar bereits mitten in den Vorbereitungen auf 2019 zu stecken, aber noch nicht zu wissen, ob Sainz jr. überhaupt bleiben wird.

"Wir sind gezwungen zu planen, denn wir müssen auch auf den schlimmsten anzunehmenden Fall vorbereitet sein", erklärte Renault-Teamchef Cyril Abiteboul gegenüber reuters. "Das Schlimmste für uns wäre, wenn wir mit Carlos weitermachen möchten, das aber nicht möglich wäre. Das kann passieren, so ehrlich müssen wir sein, also müssen wir dementsprechend planen."

Theoretisch verfügbare Kandidaten gibt es einige: Daniel Ricciardos Vertrag läuft per Saisonende aus, auch Valtteri Bottas könnte zu haben sein, ebenso wie Sergio Pérez. Ob mit diesen oder anderen Kandidaten schon gesprochen wurde, ist nicht bekannt. Fest steht, dass Sainz jr. in alle Vorbereitungen auf die Saison 2019 voll eingebunden ist. Renault hat diesbezüglich offenbar keine Angst, technische Geheimnisse zu verraten, falls der Spanier doch zurückbeordert werden sollte.

"Das ist ein klares Zeichen, dass wir nicht im Hinterkopf denken, dass Carlos nicht bei uns sein wird", hielt Abiteboul fest. "Mag sein, dass es so kommt, aber wir sind nicht bereit, für diesen Fall unsere kurz- und mittelfristige Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen, indem wir die Art und Weise einschränken, wie wir mit ihm arbeiten."

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