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Formel 1: News

Keine Rückkehr von Daniil Kwjat geplant

Daniil Kwjat scheint keine Zukunft mehr bei den Bullen zu haben: Der Russe wird 2017 nicht zurückkehren, weswegen Pierre Gasly und Brendon Hartley bleiben werden.

Ist der Formel-1-Traum von Daniil Kwjat ausgeträumt? Der Russe wurde nach seinem Comeback-Rennen in Austin wieder auf die Ersatzbank verbannt, weil Toro Rosso in Mexiko mit Pierre Gasly und Brendon Hartley fahren wird. Schlimmer noch: Laut Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko wird Kwjat keinen Einsatz mehr bekommen! "Kwjat wird nicht noch einmal zurückkehren. Wir glauben nicht, dass er den Turnaround langfristig noch schafft", sagt er zu Auto Bild motorsport.

Das heißt, dass sich der ehemalige GP3-Meister eine neue Beschäftigung suchen kann. Die Worte des Österreichers klingen nicht danach, als hätte Kwjat noch Chancen auf das Toro-Rosso-Cockpit für 2018. Der Zug für die aktuelle Saison ist ohnehin abgefahren: Zwar hat der Rennstall Gasly und Hartley nur für Mexiko bestätigt, doch beide sollen die Saison auch zu Ende fahren.

Bei den beiden Piloten ist das aber noch nicht angekommen - zumindest nicht auf direktem Weg: "Ich habe gehört, dass Helmut gesagt hat, dass wir bis zum Ende bleiben. Ich habe ihn aber seit Japan nicht gesehen", behauptet Gasly, dass er die Nachricht nur vom Hörensagen mitbekommen hat - ähnlich wie Hartley. "Sie haben nicht viel gesagt. Ich habe es über Social Media mitbekommen", so der Neuseeländer.

Die beiden Youngster, die zusammen gerade einmal auf drei Grand-Prix-Starts kommen, haben somit die Chance, sich für die kommende Saison zu beweisen. Beide wollen sich aber vorerst nur auf das anstehende Rennwochenende in Mexiko fokussieren. "Der Plan ist immer der gleiche: Du musst so schnell wie möglich sein und den bestmöglichen Job erledigen", sagt Gasly. "Als Fahrer in der Formel 1 musst du eine gute Performance abliefern und gute Leistung zeigen."

Dass das bei Toro Rosso aber nicht immer einfach ist, hat die Vergangenheit gezeigt. Fahrer wie Scott Speed, Jaime Alguersuari oder Daniil Kwjat waren schneller wieder von der Bildfläche verschwunden, als sie aufgetaucht waren. Der Druck im Juniorrennstall von Red Bull ist hoch. Doch die Unsicherheit belastet Gasly nicht, wie er sagt: "So ist es nun einmal. Man kann sich nur auf das fokussieren, was man machen kann", winkt er ab.

"Natürlich ist es anders als bei anderen Teams, aber in gewisser Weise ist es eine großartige Möglichkeit. Wenn ich die Arbeit erledige, wird alles in Ordnung sein", so der Franzose weiter. Zwar weiß er, dass eine gewisse Sicherheit Ruhe und Vertrauen bringen kann, "am Ende des Tages bleiben die Ziele aber immer gleich. Wenn das Auto gut genug für die Punkte ist, musst du in die Punkte fahren. Wenn es nicht gut genug ist, musst du alles herausholen."

Ähnlich sieht es Hartley, der in Mexiko mehr Druck erhält, als er bei seinem Debüt in Austin hatte. Doch damit weiß der 27-Jährige etwas anzufangen: "Ich musste schon mit großem Druck umgehen. Auf Le Mans haben alle zwölf Monate für das eine Rennen hingearbeitet", winkt er ab.

Und womöglich wird aus dem kurzfristigen Einsatz doch noch etwas mehr, denn die Karten sind für 2018 offen. Gasly gilt für viele bereits als gesetzt, und sollte sich Hartley gut schlagen, hat er gute Karten, das zweite Cockpit zu besetzen. Kwjat scheint außen vor zu sein, und einen anderen Red-Bull-Junioren hat man derzeit nicht in der Hinterhand. "Es ist für nächstes Jahr noch nichts fest", betont Hartley.

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