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MotoGP: Argentinien Jack Miller MotoGP Argentina 2018

Miller pokert sich zur Sensations-Pole

Pramac-Ducati-Pilot Jack Miller sorgt für die Überraschung und rast zur Pole-Position - Marc Marquez verkalkuliert sich - Ducati und Yamaha enttäuschen.

Foto: Octo Pramac Racing

Jack Miller gewinnt die Reifenlotterie im Qualifying zum Großen Preis von Argentinien und sichert sich bei Mischbedingungen überragend die Pole-Position. Der Pramac-Ducati-Pilot wagte trotz feuchter Stellen auf der Strecke den Wechsel auf Slicks und wurde mit einer Bestzeit von 1:47.153 Minuten belohnt. Honda-Pilot Dani Pedrosa und Johann Zarco (Tech-3-Yamaha) schaffen den Sprung in Reihe eins, während die Favoriten enttäuschen.

War die Strecke im vierten Freien Training noch richtig nass, trocknete der Asphalt auf der Ideallinie in den Qualifyings wieder etwas ab - schwierige Bedingungen für eine Zeitenjagd mit Regenreifen. Deshalb entschieden sich Jack Miller und Marc Marquez bei noch sechs Minuten auf der Uhr für einen Wechsel aus Slicks. Doch der Weltmeister kam nach nur einer Runde wieder an die Box und ging zurück auf Regenreifen.

Miller zauberte indes auf Slicks rote Sektorenzeiten in den Asphalt, brachte dieser aber nicht bis zum Schluss ins Ziel, vor allem weil der letzte Streckenabschnitt noch zu feucht war. Auf seiner allerletzten schnellen Runde schaffte der Australier dann aber sensationell den Sprung an die Spitze. Sein Poker zahlte sich mehr als aus.

Marquez hingegen verkalkulierte sich mit seinem Rückzieher, wurde zunächst als Fünfter abgewunken und fiel noch auf Rang sechs zurück. Er beschließt die zweite Startreihe hinter Tito Rabat (Avintia-Ducati/4.) und Alex Rins (Suzuki/5.). Aprilia-Pilot Aleix Espargaro führte das Klassement lange an, wurde dann aber auf Position sieben verwiesen.

Andrea Dovizioso blieb im Qualifying blass. Er stelle seine Ducati auf den achten Startplatz. Auch die Yamaha-Werkspiloten enttäuschten: Maverick Vinales kam nicht über Platz neun hinaus, Valentino Rossi wurde hinter Cal Crutchlow (LCR-Honda) Elfter. Andrea Iannone unterlag einmal mehr seinem Suzuki-Teamkollegen. Der Italiener wird das morgige Rennen von Startplatz zwölf in Angriff nehmen müssen.

Im Kampf um die letzten beiden Plätze für Q2 hatten sich zuvor Dovizioso und Aleix Espargaro durchgesetzt. Die Session war mit den drei Werksducatis hochkarätig besetzt, letztlich konnte sich von ihnen aber nur Dovizioso durchsetzen. Er hatte das Tableau bis zur letzten Sekunde mit einer Zeit von 1:49.518 Minuten angeführt und war bereits an die Box abgebogen, als der Rest des Feldes noch um die vorderen Plätze kämpfte.

Schließlich unterbot Aprilia-Pilot Espargaro Doviziosos Zeit am Ende doch noch um knapp vier Zehntesekunde und schnappte ihm den Spitzenplatz in Q1 weg. Und nicht nur das: Jorge Lorenzo (Ducati), zu diesem Zeitpunkt noch Zweiter, flog aus den Rängen für den Sprung in Q1 und schlug verärgert auf den Tank seiner Desmosedici.

In der Endabrechnung fiel er sogar noch auf Rang vier hinter Markenkollege Karel Abraham (Angel-Nieto-Team) zurück. Lorenzo steht im morgigen demnach auf Startplatz 14. Auch Danilo Pertrucci (Pramac-Ducati) enttäuschte auf der dritten GP18. Er belegte hinter Scott Redding (Aprilia) und Pol Espargaro (KTM) sowie MotoGP-Rookie Xavier Simeon (Avintia-Ducati) nur Rang acht. Das bedeutet Startplatz 18 für morgen.

Reihe sieben wird dann von Alvaro Bautista (Angel-Nieto-Team) angeführt. Neben ihm stehen Tom Lüthi (Marc-VDS-Honda) und Bradley Smith (KTM). Die letzte Startreihe machen drei Rookies komplett: Franco Morbidelli (Marc-VDS-Honda), Hafizh Syahrin (Tech-3-Yamaha) und Takaaki Nakagami (LCR-Honda) runden den Grid ab.

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