MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Motorsport: News

Beirer: "Wollen 0,8 Sekunden finden"

KTM-Motorsportdirektor Pit Beirer spricht über die Entwicklungsrichtung für 2018: Warum KTM nicht zu viele Teile testen möchte und wo am meisten Zeit zu holen ist...

Foto: KTM

Nach der ersten vollen MotoGP-Saison möchte der österreichische Hersteller KTM die Schlagzahl bei der Entwicklung erneut erhöhen, um im zweiten Jahr bereits regelmäßig in die Top 10 zu fahren. "Unser Ziel ist es, 0,8 Sekunden zu finden", schmunzelt KTM-Motorsportchef Pit Beirer in Valencia. Der Deutsche erklärt, worauf sich die Truppe aus Mattighofen in der Vorbereitung auf 2018 besonders fokussiert.

Fehlten im ersten Rennen des neuen Teams noch rund drei Sekunden auf die Spitze, so lag man bei den vergangenen Testfahrten in Valencia nur noch 0,8 Sekunden hinter den Topfahrern. "Beim Motor haben wir nur vereinzelte Modifikationen vorgenommen. Wir haben das Bike in so vielen Bereichen schon verändert, dass wir es jetzt eher als Ganzes überarbeiten wollen."

Denn zu viel Veränderung könnte womöglich für Verwirrung sorgen und das Team vom richtigen Entwicklungsweg abbringen. "Wenn man dieses und jenes verändert, kann es passieren, dass es nicht mehr zusammenpasst", so Beirer. Zwar wurden auch bei einem Privattest Ende November in Jerez noch viele neue Teile, wie Schwingen und Gabeln ausprobiert, dennoch lag der Fokus auf einem anderen Bereich.

"Der nächste größere Schritt wird bei der Elektronik passieren. Wir denken, dass wir bei der Hardware schon nahe dran sind. Es geht jetzt darum, wie wir die Power auf den Boden bringen, wie schnell die Fahrer aus der Kurve kommen und wie viel Kraft wir auf den Hinterreifen bringen." Manchmal sei es noch zu wenig, ein anderes Mal allerdings zu viel, wodurch sich Pol Espargaro und Bradley Smith den Hinterreifen zerstören. "Unsere Elektronik-Abteilung muss lernen, wie viel Power sie dem Fahrer geben können. In diesem Bereich können wir sicherlich am meisten aufholen."

Espargaro erklärt nach dem dreitägigen Jerez-Test: "Wir haben sehr viele Teile getestet. Bei der Rundenzeit sind wir nicht mehr weit von unserem Ziel entfernt. Wir haben einen guten Rhythmus gefunden und sind schneller als auf einer einzelnen Runde. Wir haben den Test genutzt, um bei der Elektronik voranzukommen - für die Jungs in der Fabrik." Der Spanier glaubt, dass die schwierigste Aufgabe auf KTM jetzt wartet: Die letzte Sekunde zu finden. "Wir sind jetzt schon drei Zehntel näher dabei als in Valencia."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Hommage an Michael Schumacher

So sieht der Ferrari SF-26 in Monza aus!

Ferrari hat das Sonderdesign des SF-26 für den Großen Preis von Italien in Monza enthüllt: Die Farbgebung ist inspiriert vom 1996er-Boliden von Michael Schumacher

Nachbericht CaféKunstwerk Rallye Trophy 2026

Klassik-Rallye mit Alkotest-Schreckmoment

Don’t drink and drive ist bei einer Oldtimer-Rallye Ehrensache. Eine Fahrzeug-Crew ließ sich von einer Polizeikontrolle nur kurz abhalten, um schnell wieder weiter zu fahren. Bei den Oldtimern siegte ein Mazda, bei den Youngtimern ein Porsche.

WEC: Cost Cap unmöglich?

Budgetobergrenze in der WEC kaum umsetzbar

Toyota-Technikchef David Floury und Porsche-LMDh-Chef Urs Kuratle nennen die Probleme, wenn es darum geht, BoP durch ein Cost Cap zu ersetzen

Auer schreibt Geschichte

Auer vorzeitig Endurance Champion!

Lucas Auer schrieb am Sonntag auf dem Nürburgring Geschichte: Mit seinen Winward Racing Teamkollegen Maro Engel (D) und Luca Stolz (D) gelang es ihm, erstmals in der Historie der GT World Challenge den Endurance Cup Titel vorzeitig einzufahren!

Weil Isack Hadjar verletzt ausfällt, gibt Liam Lawson in Zandvoort sein Comeback für Red Bull - Yuki Tsunoda übernimmt den freien Platz bei den Racing Bulls