MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Motorsport: News

Junioren: Sauber kooperiert mit Charouz

Sauber will per Kooperation mit dem tschechischen Rennstall Charouz Racing System Jungtalenten den Weg in sein Formel-1-Team ebnen.

Sauber hat ein Juniorenprogramm ins Leben gerufen, das ab der Saison 2019 in der Formel 2, der Formel 3 und der Formel 4 aktiv sein soll. Die Schweizer lagern diese Einsätze allerdings an den tschechischen Rennstall Charouz Racing System aus, der in diesen Kategorien bereits engagiert ist; in der F2-Meisterschaft setzt man schon jetzt auf den mit Haas-Ferrari assoziierten Schweizer Louis Delétraz sowie den langjährigen Ferrari-Junioren Antonio Fuoco aus Italien, was die Vermutung nährt, dass es sich vielleicht doch eher um ein zweites Nachwuchsstandbein der Scuderia handeln könnte.

Erste Testfahrten unter dem Sauber-Banner sollen zwecks einer ersten Auslese noch im November in Abu Dhabi stattfinden. Künftig soll Charouz auf die technische Expertise des Formel-1-Rennstalls zurückgreifen können. Die Teamleitung um Frédéric Vasseur, der in seiner früheren Karriere als Teamchef von ART Grand Prix den Ruf eines klugen Talentförderers hatte, erhofft sich eine umfassende Plattform, um talentierten Fahrern den Aufstieg in Richtung Formel-1-WM zu ermöglichen.

"Das Sauber-Juniorteam markiert einen wichtigen Schritt im Werdegang des Unternehmens", meint Vasseur und erinnert daran, dass nicht nur Piloten wie Felipe Massa und Kimi Räikkönen ihre Grand-Prix-Karrieren in der Schweiz begannen: "Wir haben lange Tradition darin, junge Fahrer – wie Michael Schumacher, Sebastian Vettel und Charles Leclerc – dabei zu unterstützen, ihr Potential zu erreichen."

Wie sich Saubers Nachwuchsprogramm zum bereits etablierten Projekt der Ferrari Academy verhält, ist offen. Infolge der immer engeren Kooperation mit dem Fiat-Konzern wirkte man zuletzt geradezu dafür prädestiniert, den Junioren der Scuderia den Einstieg in die Formel-1-WM zu ermöglichen – etwa Antonio Giovinazzi, der im nächsten Jahr vom Ersatz- zum Rennfahrer aufsteigt.

Antonín Charouz, Besitzer des gleichnamigen Teams, spricht jedenfalls von einem stolzen Moment und einer spannenden Entwicklung im internationalen Motorsport. Über die Kooperation mit Sauber sagt er: "Sie gibt Fahrern die Chance, als Teil eines Teams von der Formel 4 bis in die Formel 1 aufzusteigen. Es ist ein einmaliges Modell und ein aufregender Ausblick für alle, die involviert sind."

Das Charouz-Team wurde 1985 in der Nähe von Prag gegründet und war zuletzt vor allem in der Formel 3.5 V8, der ehemaligen Formel Renault 3.5, erfolgreich, deren finale Saison man 2017 sowohl in der Team- als auch der Fahrerwertung dominierte. Danach stieg man in die Formel-2-Meisterschaft ein und konnte gleich im Debütjahr mit Fuoco das Sprintrennen in Monaco gewinnen. Als US Racing CHRS ist man auch in der deutschen Formel 4 engagiert und wurde heuer mit Lirim Zendeli auf Abhieb Meister.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARBÖ Rallycross Greinbach: Bericht

Spektakuläres Highlight beim ARBÖ Rallycross

Volle Zuschauerränge, 120 Starter aus 7 Ländern machten das ARBÖ Rallycross Festival 2026 zu einem Motorsport Großevent am vergangenen Wochenende im PS Racing Center Greinbach mit viel Action und Spannung.

Auer schreibt Geschichte

Auer vorzeitig Endurance Champion!

Lucas Auer schrieb am Sonntag auf dem Nürburgring Geschichte: Mit seinen Winward Racing Teamkollegen Maro Engel (D) und Luca Stolz (D) gelang es ihm, erstmals in der Historie der GT World Challenge den Endurance Cup Titel vorzeitig einzufahren!

Hommage an Michael Schumacher

So sieht der Ferrari SF-26 in Monza aus!

Ferrari hat das Sonderdesign des SF-26 für den Großen Preis von Italien in Monza enthüllt: Die Farbgebung ist inspiriert vom 1996er-Boliden von Michael Schumacher

"Was zum Teufel ist da passiert?"

Gaslys Monza-Wunder hielt nur kurz...

Von Pole gestartet und am Ende nur Siebter: Pierre Gaslys Monza-Wunder hielt nicht lange, doch gerade das macht seine Leistung am Samstag so verblüffend

WEC: Cost Cap unmöglich?

Budgetobergrenze in der WEC kaum umsetzbar

Toyota-Technikchef David Floury und Porsche-LMDh-Chef Urs Kuratle nennen die Probleme, wenn es darum geht, BoP durch ein Cost Cap zu ersetzen