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Österreicher spielten (k)eine dominante Rolle

Drittes und viertes Rennen der DTM auf dem Eurospeedway Lausitz – die vier Österreicher spielten (k)eine dominante Rolle auf dem Kurs zwischen Berlin und Dresden.

Bernhard Schoke

Ganz im Gegensatz zur richtig schnellen Ardennen-Achterbahn auf der gleich mehrere Piloten die bisherige 300 km/h Schallmauer durchbrachen, war jetzt auf der Sprintkurs der Strecke in Brandenburg – ohne Zuschauer – viel mechanischer Grip gefragt.

Das Team um Spa-Sieger Nico Müller machte dabei von Anfang im Training wie im Qualifying an deutlich, dass man wieder ganz vorn mit ihnen rechnen musste. Die Pole Position und der Spurt zur ersten Kurve gingen an den Schweizer. Jede Menge Action in der Startphase folgte – ohne dass die Österreicher Lucas Auer, Philipp Eng, Ferdinand Habsburg und Rene Rast davon wirklich profitieren konnten.

Auer legte nach technischen Problem einen frühen Boxenstopp bereits in Runde 5 ein, hatte aber dennoch keine Chance richtig nach vorn zu kommen. Ähnlich im Renn-Ergebnis Rast und Eng, die aber im Gegensatz zu Auer noch in die Top Ten kamen.

Was fiel sonst noch auf: Die aufsteigende Form bei Habsburg, der nach dem Wechsel zu Audi jetzt anfängt seine wahre Performance zeigen zu können. Platz sechs ist mehr als nur ein Ausrufezeichen – konkret ist es sein bestes DTM Ergebnis – und dies vor dem amtierenden Meister, dem Wahl-Bregenzer Rene Rast, der nach harten Kampf trotzdem nicht an ihm vorbei kam und so direkt, mit rund vier Zehntel-Sekunden hinter ihm, ins Ziel kam.

Auch am Rennsonntag Action pur.
Jede Menge enge Zweikämpfe auf der Strecke. Rast im harten Zweikampf mit dem Niederländer Frijns. Die beiden Marken-Kollegen schenkten sich nichts.

Auch nach dem Boxenstopp mit Wechsel der Hankook Rennreifen war lange nicht klar, wer das bessere Ende für sich beanspruchen würde. Die Führung wechselte mehrfach. Am Ende hatte der Wahl-Bregenzer das bessere Ende für sich.

Er fühlte sich nach eigenen Angaben, nachdem das Fahrwerk über Nacht umgebaut worden war, viel wohler. Auch sein Boxenstopp, das Reifen-Management und die Rennstrategie sprachen für den Bregenzer, der auf der Ziellinie nahezu gleich auf mit dem Schweizer Marken-Kollegen Nico Müller.

Im Foto-Finish hatte er dann die Nase seines rot-weißen Audi noch 89 Tausendstel Sekunden vor seinem Schweizer Marken-Kollegen.

Philipp Eng sah als Siebter die schwarz-weiß-karierte Zielflagge.
Auch Ferdinand Habsburg (Audi) konnte als Zehnter noch Punkten, während für Lucas Auer (BMW) bei der enormen Leistungsdichte der Konkurrenten kein Durchkommen war.

Für das nächste Rennen im niederländischen Assen haben sich alle viel vorgenommen, denn erstmals in der DTM-Saison werden auf dem Kurs im Norden wieder Zuschauer dabei sein können. 10.000 Fans haben pro Tag die Chance die Action selbst wieder live vor Ort erleben zu können.

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