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Freude und Ärger beim finalen Test des KTM GTX

In seinem finalen Probelauf fuhr der KTM GTX gleich mal zum Sieg, wurde dann allerdings wegen einem Formfehler disqualifiziert. Das Team beruft.

Johannes Posch

Es war der letzte Testlauf für den KTM X-Bow GTX und seinen "großen Bruder", den GT2, bevor beide im Laufe des Oktobers präsentiert werden und somit ab 2021 offiziell eingesetzt werden können: das GT-Open Sprint Rennen auf dem Red Bull Ring vergangenes Wochenende.

Dorthin reiste das Team eigentlich mit zurückhaltenden Erwartungen an:
„Dank des Entgegenkommens von Jesus Pareja und seiner GT-Open durften wir ausnahmsweise in der ‚G3‘ Prototypenklasse starten, nachdem es leider keine Starter in der Cup-Klasse gab. Dementsprechend stand für uns eigentlich fest, dass wir bestenfalls im hinteren Mittelfeld klassiert sein werden. Es stand die Platzierungen ja nicht im Fokus, sondern bloß ein Test unter Rennbedingungen im hochkompetitiven Umfeld eines Sprintrennens.“ sagte Hans Reiter, Chef des KTM X-BOW Entwicklungspartners Reiter-Engineering und für die Testeinsätze verantwortlich.

Doch das Auto übertraf alle Erwartungen. Schon im Qualifying sorgte man für große Augen und sicherte sich Platz 3 in der Startaufstellung. Und nach dem Rennen waren die besagten Augen nur umso größer: Stefan Rosina und Patrick Niederhauser – letzterer als Ersatz für Werksfahrer Reinhard Kofler dabei, welcher am Nürburgring verpflichtet war – konnten mit nichts weniger als den Gesamtsieg einfahren. Und zwar vor den GT3-Fahrzeugen der GT-Open!

Dann allerdings der ärgerliche Dämpfer: Wegen eines Tippfehlers in der technischen Dokumentation für die Definition der hinteren Bremsscheibe folgte die nachträgliche Disqualifikation.

Reiter dazu: "Man muss allerdings klar festhalten, dass dies keinerlei Einfluss auf die Performance oder gar die BoP hatte. Dementsprechend haben wir Protest eingelegt und gehen davon aus, dass hier zu Gunsten der Fahrer entschieden wird, deren tolle Leistung dadurch nicht geschmälert werden soll und darf.“

Dennoch wurde von den Serien-Verantwortlichen für das zweite Rennen sodann eine Änderung der BoP vorgenommen: +50 kg, -20 PS. Zudem musste der Boxenstopp nach dem Sieg am Samstag um 15 Sekunden verlängert werden. Beides in Kombination machte Top-Platzierungen de facto unmöglich. Dennoch landete das Team am ende auf einem soliden, neunten Platz.

"Das Potential des Autos konnten wir jedenfalls mehr als deutlich demonstrieren und wir wissen jetzt, dass wir auch in einem Sprintrennen absolut konkurrenzfähig sind.“ sagte Reiter.

Die neuen KTM X-BOW GTX beziehungsweise KTM X-BOW GT2 Modelle werden im Laufe des Oktobers präsentiert und können ab 2021 in diversen Sprint- und Langstrecken-Rennserien weltweit eingesetzt werden.

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