MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Vorbereitung auf die 24h von Spa
Porsche & Mercedes-AMG

Auer und Bachler nehmen Langstrecken-Klassiker in Angriff

Am 29. Juli startet das freie Training für die "TotalEnergies 24 Hours of Spa 2021", zwei österreichische Piloten verraten, was sie sich vorab über diese Herausforderung denken.

Mag. Severin Karl

Bevor es ans Eingemachte geht, dürfen wir Klaus Bachler zum Geburtstag gratulieren: Genau heute feiert er im Kreis der Familie seinen 30er – hoch soll er leben! Ob sich auch am Donnerstag (29.07) weitere Hochgefühle einstellen, wird sich beim freien Training für die 24 Stunden von Spa zeigen, das um 10:50 Uhr startet. Abends folgt das Qualifying (ab 20:50 Uhr), gefolgt von einem Nachttraining. Damit ist es aber noch nicht getan, denn am Freitag gibt es nach dem Warm-up (ab 19:10 Uhr) noch das Top-20-Qualifying um die sogenannte Superpole. Die 73. Auflage des Langstrecken-Klassikers startet schließlich am 31. Juli um 16:30 Uhr, am Sonntag um die gleiche Zeit wird der Sieger abgewunken.

Jetzt aber: Was sagt Bachler dazu? „Spa ist für mich das härteste GT-Rennen der Welt, Spa einer der schönsten und zugleich schwierigsten Rennstrecken, und die Gegnerschaft ist mit über 60 Teilnehmern sowohl quantitativ als auch qualitativ unheimlich groß. Da muss wirklich alles passen, damit du vorne dabei bist“, meint der Steirer, „aber das ist unser Ziel.“
Das Rennen gilt definitiv als eines der Saison-Highlights, nicht zuletzt, weil es viele Punkte für die GT World Challenge Europe zu holen gibt. Bachler ist hier mittendrin im Titelkampf. Mit den beiden Teamkollegen Matteo Cairoli (I) und Christian Engelhart (D) liegt er in der Gesamtwertung mit 31 Punkten an der zweiten Stelle, nur zwei Punkte hinter Earl Bamber/Mathieu Jaminet/Matt Campell (NZL/F/AUS), ebenfalls auf Porsche. Apropos: Unterwegs ist Bachler mit dem 911 GT3-R von Dinamic Motorsport. Detail am Rande: Der Flitzer hatte bei einem anderen Rennen einen Unfall, erhielt eine neue Karosserie, musste komplett neu aufgebaut werden. Was natürlich heißt, dass der Ende Juni absolvierte tolle Test in Belgien nicht mehr zählt. „Wir müssen jetzt von vorne beginnen und versuchen, in den Trainings so schnell als möglich die richtige Balance zu finden", so Bachler.

Auer hofft auf Erfolg beim Mercedes-AMG-Jubiläum
Nun zu Lucas Auer, der etwas ganz besonderes im Sinn hat: Vor 50 Jahren gewann Mercedes-AMG das erste Mal die 24 Stunden von Spa – Klassensieg von Hans Heyer und Clemens Schickentanz auf einem 300 SEL 6,8 AMG, Platz 2 in der Gesamtwertung –, heuer sind 13 Mercedes-AMG GT3 am Start. Da wäre eine Top-Platzierung natürlich fein! Die richtigen Partner hat der Tiroler hoffentlich dabei. Im Fahrzeug des französischen AKKA ASP Teams wechseln sich der Brasilianer Felipe Fraga und der Russe Timur Boguslavskiy ab, beide mit reichlich GT- und Langstrecken-Erfahrung. Auer erreichte 2019 den 9. Gesamtrang und konnte beim Test Ende Juni zufriedenstellend abschneiden. „Es ist natürlich sehr schön, bei diesem geschichtsträchtigen Jubiläum einen Platz in der Mercedes-Familie zu haben. Perfekt wäre, wenn wir gerade bei diesem Rennen unseren Beitrag für eine tolle Feier liefern könnten. Fakt ist, dass wir sehr gut vorbereitet an den Start gehen. Der Test war sehr produktiv. Aber wie immer gilt: In 24 Stunden kann viel passieren. Da brauchst du auch etwas Glück.“

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Was die DTM von der Formel 1 unterscheidet

DTM VS F1: Albon zieht den Vergleich

Alexander Albon sieht nicht nur massive Unterschiede beim Auto, sondern auch im deutlich familiäreren Umfeld der GT3-Serie im Vergleich zur Königsklasse.

In Assen: Auer, Klien und Bortolotti

Österreichisches Triumvirat am DTM-Start

Vom 17. bis zum 19. September dreht sich im Norden der Niederlande alles um die DTM. Mit dabei ist ein dynamisches Trio aus Österreich: Lucas Auer, Christian Klien und Mirko Bortolotti

FIA hätte Zeichen setzen können

Christian Horner: Beide Fahrer bestrafen!

Christian Horner findet, dass man Verstappen und Hamilton für die Kollision hätte bestrafen können, um ein Signal zu setzen - Boxenstopp-Panne durch Richtlinie.

Der 20-Jährigen ist ein Stein vom Herzen gefallen

Wie Sophia Flörsch zu den ersten DTM-Punkten fuhr

Platz neun brachte Sophia Flörsch in Assen ganze sechs Punkte ein: Wie der Abt-Piloten das gelang und wieso sie gar nicht wusste, dass sie um DTM-Punkte kämpft