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Sebastien Ogier liebäugelt mit LMP2-Einstieg Sebastien Ogier beim Hypercar-Test für Toyota in Bahrain
Motorsport Images

Nach Hypercar-Test mit Toyota: Sebastien Ogier liebäugelt mit LMP2-Einstieg

Der siebenmalige WRC-Champion Sebastien Ogier hat beim Rookie-Test in Bahrain das Toyota-Hypercar getestet - Der Franzose möchte LMP2 fahren

Der siebenmalige Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier hat vergangenen Sonntag zusammen mit Sebastien Buemi das Toyota-Hypercar in Bahrain getestet und Blut geleckt. Da der Franzose in Zukunft nicht mehr als Vollzeitfahrer in der Rallye-WM (WRC) an den Start gehen wird, liebäugelt er mit einem LMP2-Engagement in der Langstrecken-WM (WEC).

Ogier darf sich keine Hoffnungen auf ein Cockpit in der Prototypen-Spitzenklasse bei Toyota machen, obwohl der Japaner Kazuki Nakajima seinen Rücktritt verkündigt hat. Es wird erwartet, dass der Super-GT- und Super-Formula-Spitzenpilot Ryo Hirakawa die Rolle seines Landsmannes übernehmen wird. Deshalb hofft der 37-Jährige auf eine Chance, sich in der LMP2-Klasse im Langstrecken-Sport akklimatisieren zu dürfen.

"Wenn ich die Ambitionen haben möchte, in einem Topteam zu fahren, wird die LMP2-Kategorie wahrscheinlich besser sein", sagt das Rallye-Ass nach seinem Hypercar-Test. "Ein Start in einer GT-Klasse wäre besser als nichts, um in dieser Art des Racings Erfahrungen zu sammeln. Ich habe GT-Rennen gesehen und das Level ist sehr hoch, weshalb es da eine Menge zu lernen gibt. LMP2 wäre aber besser."

Ogier hat den großen Traum, eines Tages bei den 24h von Le Mans um den Gesamtsieg zu kämpfen, auch wenn er sich erst einmal durch die verschiedenen Klassen kämpfen muss. Dieses Ziel würde der Franzose am liebsten mit Toyota erreichen - der Marke, mit der er im Jahr 2021 um den WRC-Titel kämpft. "Da gibt es noch einen langen Weg, den ich gehen muss", gibt der Rallye-Weltmeister zu.

Ogier möchte sich hocharbeiten

Der Franzose ist bereit, anzupacken, auch wenn er mit seinen 37 Jahren nicht mehr zu den jüngsten Rennfahrern gehört. "Ich hätte es eh nicht gemocht, einfach so eine Chance zu bekommen und ein Hypercar steuern zu dürfen", so Ogier, der sich seine Möglichkeit erarbeiten möchte. "Ich bin nämlich noch nicht auf dem Level, auf dem ich sein möchte."

Ogier hat immerhin 84 Runden am Steuer des Hypercars abgespult und gute Zeiten in den Asphalt gebrannt. Mit einer 1:49.636 lag er weniger als zwei Sekunden hinter der Toyota-Bestzeit. Dabei hatte der Franzose gar nicht die Absicht, schnelle Runden zu fahren. Er wollte sich an das Auto gewöhnen und keine Fehler machen. "Es war ein interessanter und spaßiger Tag", so das Fazit von Ogier. "In Leben sucht man natürlich immer neue Erfahrungen."

"Ich habe schon eine Menge gelernt", freut sich der Langstrecken-Rookie, der aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht hat und sich noch deutlich steigern möchte. "Das ist jetzt nur der Startpunkt!" Zu viel Druck möchte sich der Franzose aber nicht machen, da er das Langstrecken-Projekt "realistisch" angehen wolle. "Es war meine erste Fahrt in einem Hypercar."

Auto nicht wie erwartet

Das Auto an sich hat nicht ganz die Erwartungen des Rallye-Asses erfüllt, da er sich mehr Vollgas-Momente erhofft hatte. "Man kann nicht einfach Vollgas geben, sondern man muss den feinen Grad finden, um dieses Auto zu fahren, was nicht einfach ist, wenn man vorher nur Simulationen gemacht hat. Ich bin mit dem Tag aber zufrieden und habe es sehr genossen."

Da Ogier in seiner Karriere bereits einen DTM-Class-1- und Formel-1-Boliden getestet hat, hatte er eigentlich mehr Abtrieb und ein deutlich aggressiveres Bremsverhalten erwartet. "Es ist aber sehr feinfühlig, weshalb es schnell passiert, dass die Räder blockieren. Das ist etwas, was ich heute herausgefunden habe", berichtet Ogier. Selbst das Umstellen der Traktionskontrolle hat sich als Herausforderung herausgestellt, weshalb es laut des Franzosen nicht einfach ist, das Auto schnell zu fahren.

Motorsport-Total.com

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