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MotoGP Katar 2: Fabio Quartararo bezwingt Pramac-Ducati Fabio Quartararo setzte sich mit einer starken Schlussphase am Ende durch
Motorsport Images

MotoGP Katar (2): Quartararo bezwingt Pramac-Ducati - Rossi ohne Punkte

Fabio Quartararo setzt die Siegesserie für Yamaha in Katar fort - Pramac-Ducati mit beiden Fahrern auf dem Podest - Valentino Rossi außerhalb der Punkteränge

Katar bleibt in diesem Jahr Yamaha-Terrain: Nach dem Sieg von Maverick Vinales in der vergangenen Woche jubelte diesmal sein Yamaha-Teamkollege Fabio Quartararo über den Sieg. Zwischenzeitlich am Ende der Top 10, setzte sich der Franzose mit einer späten Aufholjagd gegen zwei Ducatis durch .

Denn Platz zwei und drei ging an das Pramac-Duo Johann Zarco und Jorge Martin. Letzterer führte das Rennen vom Start weg lange an und musste sich erst in den Schlussrunden geschlagen geben. Für den Rookie ist es das erste Podium im zweiten Rennen.

Für Quartararo war es ein besonderer Sieg: "Ich kam von Position acht oder so. Ich sah, dass die Bedingungen ganz anders waren als im FT4 und im Warm-up, und schonte den Reifen für das Ende des Rennens. Als ich sah, dass Maverick attackiert, wusste ich, dass ich ab diesem Zeitpunkt ebenfalls angreifen muss."

"Ich träumte immer davon, in Katar zu gewinnen. Leider gelang es nicht beim ersten Versuch, sondern beim zweiten. Ich danke allen, die an mich geglaubt haben. Ich habe in der Vorsaison hart gearbeitet, um dieses Ziel zu erreichen. Die Medien meinten immer, dass ich unter zusätzlichem Druck stehe, weil ich Valentinos Platz übernommen habe."

Doch mit seinem ersten Sieg als Yamaha-Werksfahrer hat der Franzose bewiesen, dass auch 2021 mit ihm zu rechnen ist. Für die Ducatis blieb es auf ihrer vermeintlichen Paradestrecke wie in der Vorwoche bei den Plätzen zwei und drei.

Pramac-Duo gibt vom Start weg die Pace vor

Zum Start der 22 Rennrunden lag das Pramac-Duo noch vorn, dahinter schob sich Aleix Espargaro mit der Aprilia auf Platz drei. Auch Miguel Oliveira (KTm) kam gut vom Fleck und folgte an vierter Stelle, von hinten machten aber bereits die Suzukis Druck.

Anders als vor einer Woche hielt sich Martin an der Spitze und bekam nichts von dem Gerangel weiter hinten mit, das Vinales bis auf Platz elf zurückwarf. Das Feld lag auch nach zwei Runden eng beieinander, wenngleich sich hinter Alex Rins eine kleine Lücke zu Oliveira auftat, an dem Joan Mir zunächst nicht vorbeikam.

Anders Rins: Er überholte die Aprilia von Espargaro und erhöhte den Druck auf Zarco, musste nach einer ersten Attacke aber zurückstecken. Der zweite Angriff glückte, womit Rins nach vier Runden bereits Zweiter war. In der Zwischenzeit hatte auch Mir einen Weg vorbei an Oliveira gefunden und damit Platz fünf übernommen.

Enger Kampf in der Führungsgruppe

Auftaktsieger Vinales lag zu dem Zeitpunkt immer noch nur auf Rang zehn, direkt hinter Teamkollege Quartararo und den beiden Werks-Ducatis. Besser lief es für das Pramac-Duo, das mit Anbruch der siebten Runde wieder eine Doppelspitze bildete.

Rins war für Zarco dank der Ducati-Power auf der langen Geraden ein leichtes Opfer und fiel auf Platz drei zurück, hielt aber den Anschluss. Auch Suzuki-Teamkollege Mir verlor eine Position, denn Francesco Bagnaia hatte nach seinem schwachen Start in einen guten Rhythmus gefunden und fuhr auf Platz fünf vor.

Nach zehn absolvierten Runden lagen immer noch neun Fahrer innerhalb von zwei Sekunden. Die Führungsgruppe reichte bis Vinales zurück. Plätze gut machte neben Bagnaia auch Jack Miller, der an Mir und Aleix Espargaro vorbeiging, um sich an die fünfte Stelle zu schieben. Rins befand sich somit im doppelten Ducati-Sandwich.

Mir und Miller liefern sich hitziges Duell

In Kurve 14 warf es den Spanier jedoch fast von seiner Suzuki, als er einen Vorderradrutscher noch geradeso abfangen konnte. Daraufhin verlor er eine Position an Bagnaia. Zwischen Mir und Miller entbrannte direkt dahinter ein erbittertes Duell, das nicht ohne Kollisionen auskam, woraufhin beide Plätze einbüßten.

Quartararo, bis dahin eher stiller Beobachter, profitierte vom Gerangel und kämpfte dann mit Rins um Rang vier, während Mir nur noch am Ende der Gruppe zu finden war.

Mit Anbruch der letzten sechs Runden verbremste sich Bagnaia in Kurve 1 und rutschte von Platz drei auf sieben ab. Damit war Quartararo Dritter hinter dem Pramac-Duo, das das Rennen weiterhin anführte. Die Abstände blieben jedoch gering, in der Gruppe kam es immer wieder zu Zweikämpfen und Positionswechseln.

Yamaha vs. Ducati: Quartararo triumphiert

Auf den Schlussrunden kam es zum erwarteten Duell zwischen Ducati und Yamaha. Quartararo kämpfte mit Martin um die Führung, Vinales belauerte Zarco. Bei noch vier zu fahrenden Runden ließ Quartararo den Hammer fallen und konnte, vorbei an Martin, einen kleinen Vorsprung herausfahren, um der Ducati-Power zu entgehen.

Martin war nicht mehr in der Lage, die Lücke zu schließen, sondern musste sich im letzten Sektor der Schlussrunde noch von Teamkollege Zarco kassieren lassen. Im Ziel trennten die beiden gerade mal 43 Tausendstel.

"Ich wollte Jorge in den beiden letzten Runden überholen und dann Fabio einholen", erklärt Zarco. "Doch ich kam nicht eher vorbei. In der letzten Runde sah ich meine Chance und wurde erneut Zweiter. Es ist ziemlich toll. Ich freue mich auch für die anderen. Sieg für einen französischen Fahrer und der Teamkollege auf dem Podium."

Von Martins Leistung zeigt er sich beeindruckt: "Er fuhr ein Renntempo, mit dem ich nicht rechnete. Er fuhr schneller als 'Pecco' vor einer Woche. Zur Rennhalbzeit war er schneller. Ich konnte mich dennoch hinter ihm behaupten."

Martin selbst erklärt: "Es war ein schwieriges Rennen. Ich bin ein Rookie und deshalb war es super schwierig, etwa 18 Runden in Führung zu sein. Doch es war auch gut, denn so konnte ich die Reifen kontrollieren, wie ich wollte. Ich ging sanft ans Gas und behielt die Kontrolle über die Mappings. Ich fuhr ein sehr erwachsenes Rennen."

"Zarco überholte mich in der letzten Runde. Es war wirklich schade, denn wenn es ein anderer Fahrer gewesen wäre, dann hätte ich angegriffen", sagt der Rookie weiter. "Er fährt für die Meisterschaft. Deshalb freue ich mich über Platz drei." Den widmete er dem verstorbenen Fausto Gresini: "Ich vermisse ihn. Hoffentlich schaut er von oben zu."

Die weiteren Platzierungen in Katar 2

Rins verpasste das Podium um sechs Zehntel und wurde Vierter knapp vor Vinales, der sich nach seinem Auftaktsieg diesmal mit Rang fünf zufriedengeben musste. Auch Bagnaia verpasste das Podest als Sechster deutlich. Mir konnte in der Schlussphase nicht mehr zulegen und beendete das Rennen auf dem siebten Platz.

Ein unauffälliges, aber in der zweiten Hälfte starkes Rennen zeigte Brad Binder, der seine KTM auf Rang acht ins Ziel bracht. Miller egalisierte sein Ergebnis aus der Vorwoche und wurde Neunter. Aleix Espargaro baute in der zweiten Rennhälfte ab und beschloss die Top 10, die innerhalb von nur 5,382 Sekunden (!) lagen.

Die restlichen Punkteränge sicherten sich Enea Bastianini (Avintia-Ducati), Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha), Pol Espargaro, Stefan Bradl (beide Honda) und Oliveira. Yamaha-Routinier Rossi kam von Startplatz 21 zwar bis auf Rang 16 vor, verpasste aber die Punkte. Er kam 14 Sekunden hinter Rennsieger Quartararo ins Ziel.

Insgesamt konnte der Italiener nur vier Fahrer hinter sich lassen: Takaaki Nakagami (LCR-Honda), Luca Marini (Avintia-Ducati), Danilo Petrucci (Tech-3-KTM) und Lorenzo Savadori (Aprilia). Alex Marquez (LCR-Honda) und Iker Lecuona (Tech-3-KTM) stürzten.

Motorsport-Total.com

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