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Gabor Tim und Attila Bucsi gewinnen

Die Ungarn Gabor Tim und Attila Bucsi sichern sich das zweite und dritte Rennen in Poznan, Polen. Immerhin gleich dahinter dann aber schon der erste Österreicher: Christoph Zellhofer wird Dritter, holt damit auch die Ö-Wertung, genauso wie an diesem Wochenende Philipp Dietrich zum zweiten Mal.

Auch am zweiten Tag der Rennen Zwei und Drei im SUZUKI Cup EUROPE herrschten gute Bedingungen auf der am weitesten entfernten 4 Kilometer langen Strecke im polnischen Poznan. Wieder waren, so wie am ersten Renntag am Samstag, heute 21 Piloten aus Polen, Ungarn und Österreich auf ihren SUZUKI Swift 1,4 T bzw. 1,6 am Start, darunter sechs heimische Akteure.

Die Startaufstellung für das zweite Rennen lieferte das Ergebnis der gestrigen ersten Acht Fahrer, die in gestürzter Reihenfolge in das zweite Rennen gingen. Dies bedeutete für den erst 18-jährigen Sieger der gestrigen Österreicher-Wertung Philipp Dietrich, die Poleposition, neben ihm in der 1. Reihe der Ungar Gergö Racz. In den nächsten drei Reihen waren nur Polen und Ungarn zu finden, erst in Reihe Fünf der zweite Österreicher Christoph Zellhofer. Dann folgte Max Zellhofer vor den beiden Tirolern Maximilian und Michael Mayr, das Schlußlicht bildete Fabian Ohrfandl, der gestern nach einer Kollision mit Max Zellhofer das Rennen vorzeitig beendet hat.

2. Rennen:
Den besten Start erwischten die beiden Ungarn Adam Lengyel und Gergö Racz. Sehr gut hielt sich aber Philipp Dietrich, der von der Poleposition ins Rennen ging, mit Platz Drei. Ab der 4. Runde stürmte der ungarische Vorjahresmeister Gabor Tim vom fünften Platz nach vor, überholte seine Landsleute hintereinander und in der vorletzten Runde auch den bis dorthin führenden Adam Lengyel. Sein Vorsprung im Ziel betrug nach 15 Runden nur etwas mehr als vier Zehntel. Der gestrige Sieger Attila Bucsi wurde Dritter, nachdem er sich mit Gergö Baldi und Alex Sowka einen sehenswerten rundenlangen Dreikampf lieferte.

Eine weitere Talentprobe lieferte Philipp Dietrich ab. Er wurde Gesamtsechster und damit neuerlich so wie gestern, auch bester Österreicher:“ Bisher wurden meine Erwartungen für dieses Wochenende bereits übertroffen. Zwei Siege bisher und auch der sechste Platz in der Gesamtwertung des zweiten Rennens bestätigen meine intensiven Vorbereitungen für die Rennen in Polen. Besonders gefreut hat mich der Dreikampf mit den beiden Zellhofers. Da ist es manchmal sehr eng zugegangen, es blieb aber alles fair und sehr sportlich. Jetzt hoffe ich noch auf ein ähnliches Resultat im dritten Rennen am Mittag.“

Zweitbester Österreicher und Gesamtsiebenter wurde Christoph Zellhofer:“ Für mich war es ein hartes Rennen. Der Start war wieder perfekt. Ab der 10. Runde bildete sich ein Österreicher Paket mit Dietrich, mir und meinem Vater Max. Da wurde heftig gefightet, es gab einige kleine Berührungen, die aber alle im Rahmen blieben. Mit Gesamtrang Sieben und zweitbester Österreicher bin ich zufrieden.“

Max Zellhofer wurde so wie gestern wieder der drittbeste Österreicher:“ Es war ein relativ faires Rennen, wir haben in diesem Österreicher-Trio ganz schön gekämpft, aber es ist alles fair abgelaufen. Wichtig war, dass wir alle viel Spaß gehabt haben, ich hoffe das ist auch im dritten Rennen so.“

Fabian Ohrfandl, der als 15.ter ins Rennen ging, konnte sich bis auf Platz 11 nach vorne kämpfen, mehr war nicht drinnen. Auch Maximilian Mayr musste die Stärke von Ohrfandl zur Kenntnis nehmen, der Niederösterreicher überholte ihn in der 3. Runde, danach gab es für den Tiroler Rookie keine Chance mehr seine Position zu verbessern. Er wurde hinter Ohrfandl Zwölfter, aber im Familienduell mit seinem Vater Michael Mayr behielt er die Oberhand, dieser belegte den 14. Endrang.

3. Rennen:
Auch hier wurde die Startaufstellung der ersten Acht des zweiten Rennens in gestürzter Reihenfolge durchgeführt. Dies bedeutete für die Österreicher eine gute Ausgangsposition. Auf der Pole Max Zellhofer, daneben sein Sohn Christoph, dann in Reihe Zwei Philipp Dietrich.

Sehr guter Start der beiden Zellhofers. Christoph übernahm das Kommando vor seinem Vater Max, Philipp Dietrich war kurzfristig Dritter wurde aber in der Folge vom Ungarn Adam Lengyel sehr heftig aus dem Rennen genommen. Dabei schoss der Ungar den Österreicher ziemlich brutal in die Leitplanken, diese Aktion führte auch zu einer Safety Car Phase, die über 2 Runden ging. Dann wurde das Rennen wieder aufgenommen, Attila Bucsi, der nicht punktberechtigt ist, überholte vorerst Max Zellhofer und in der 8. Runde auch Christoph Zellhofer. Der versuchte noch in der letzten Runde an den Führenden Bucsi heranzukommen, riskierte etwas zuviel und wurde leider von Baldi und Hartmann noch überholt. Damit fiel Christoph Zellhofer nach seiner tollen Fahrt in der Gesamtwertung noch auf den 4. Platz zurück, holte sich aber die Österreicher-Wertung vor seinem Vater Max Zellhofer und erstmals dem Tiroler Rookie Maximilian Mayr.

Christoph Zellhofer zu seinem Sieg:“ Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. Nach einem sehr guten Start konnte ich die Führung übernehmen und diese bis zur 8. Runde halten. Dann überholte mich der junge Bucsi, den versuchte ich noch einmal anzugreifen, dabei riskierte ich in der letzten Runde des Rennens ein klein wenig zu viel und fiel so auf den dritten Gesamtrang zurück.“

Platz Zwei in der Österreicher-Wertung ging an Max Zellhofer:“ Für mich war es ein optimales Rennen. Es ist alles perfekt gelaufen, aber wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass die jungen Polen und Ungarn in den Rundenzeiten um eine Sekunde schneller sind als wir. Mit dem müssen wir derzeit leben, ich hoffe wir können dieses Manko in den letzten Saisonrennen auf dem Slowakiaring und in Brünn wieder etwas ausgleichen.“

Dritter in der Wertung der Österreicher wurde der Tiroler Maximilian Mayr, der damit an seinem erst zweiten Rennwochenende zum ersten Mal auf das Podium gefahren ist:“ Ja leider ich war schon ziemlich weit vorne, als plötzlich der zweite Gang nicht mehr hinein gegangen ist. Damit habe ich wieder Plätze verloren. Schade ich war gut drauf, trotzdem muss ich mit dem dritten Platz bei den Österreichern zufrieden sein.“

Fabian Ohrfandl ursprünglich Dritter in der Wertung der Österreicher, erhielt von der Rennleitung eine Drive Through Strafe von 25 Sekunden, da er während der Safety Carphase bei Gelb überholt hat. Pech hatte auch der Tiroler Michael Mayr. Er lag bis zur 8. Runde an 13. Stelle noch vor seinem Sohn Maximilian, verbremste sich aber in der Spitzkehre und fiel so auf den 15. Platz zurück.

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