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F1: Fahrer wollen über Saudi-GP-Zukunft reden Nicht erst seit dem Unfall von Mick Schumacher gibt es Sicherheitsbedenken
Motorsport Images

Raketenangriffe und schwere Unfälle: Fahrer wollen über Saudi-Zukunft reden

Saudi-Arabien und die Formel-1-Strecke in Dschidda geraten am Wochenende stärker in die Kritik: Die Fahrer stellen sich die Frage nach der Zukunft des Rennens

Hat Saudi-Arabien noch eine Zukunft in der Formel 1? Diese Frage wollen sich die Fahrer stellen, nachdem der Raketenangriff am Freitag und anhaltende Sorgen um die Streckensicherheit die bisherigen Schlagzeilen des Wochenendes bestimmten.

Am Freitagabend gab es ein vierstündiges Fahrermeeting, das bis weit in die Nacht andauerte. Dabei ging es auch um einen Boykott des Rennens, nachdem Huthi-Rebellen ein Fabrikgebäude von Formel-1-Premiumsponsor Aramco angegriffen hatten und es in unmittelbarer Nähe der Rennstrecke in Dschidda zu einer Explosion gekommen war.

Am Samstag folgte dann ein schwerer Unfall von Mick Schumacher, der das Rennen am Sonntag verpassen wird. Das hat erneut Diskussionen um die Sicherheit ausgelöst, obwohl es vor dem Wochenende Modifikationen an der Rennstrecke gegeben hatte.

All das kommt nur wenige Tage, nachdem Formel-1-Boss Stefano Domenicali großes Interesse mit einem Potenzial für 30 Rennen verkündet hatte. Doch weil laut aktueller Concorde-Vereinbarung maximal 25 Rennen gefahren werden können, müssen einige Rennen außen vor bleiben.

Die Frage ist nach dem Wochenende: Sollte Saudi-Arabien dazugehören? Für Carlos Sainz ist das eine Frage, der die Formel 1, die FIA und die Fahrer nachgehen müssen. "Es wird nach dem Rennen Diskussionen geben müssen, denn das, was in den vergangenen 24 Stunden passiert ist, ist definitiv Anlass für Gespräche und etwas, das wir für die Zukunft bedenken müssen."

Saudi-Arabien besitzt einen lukrativen Deal mit der Formel 1, der über zehn Jahre rund 600 Millionen Euro wert sein soll. Das beinhaltet auch einen Wechsel des Austragungsortes, der in Zukunft in Qiddiya sein soll statt in Dschidda.

Der Deal mit Saudi-Arabien brachte der Formel 1 einiges an Kritik ein, weil das Königreich mit dem Event "Sportswashing" betreiben möchte, während es von vielen Seiten wegen der Menschenrechtslage angeprangert wird.

"Ich denke, es gibt definitiv einige Überlegungen, die wir als Gruppe anstellen müssen, um zu sehen, was das Beste für den Sport in der Zukunft ist", sagt Sergio Perez, dem Charles Leclerc zustimmt: "Ich möchte jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, aber es ist definitiv eine Diskussion, die wir nach diesem Rennen führen sollten, wenn sich alles beruhigt hat, und dann werden wir sehen, wie es weitergeht."

Domenicali hatte zuletzt gewarnt, dass einige aktuelle Rennen vermutlich aus dem Kalender fallen werden, um Platz für neue Grands Prix wie Katar oder Las Vegas zu machen.

Motorsport-Total.com

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