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Formel-1-Zukunft: Alpine prüft den Wasserstoffverbrennungsmotor Laute Wasserstoffmotoren als Formel-1-Zukunft? Alpine gibt Studie in Auftrag
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Formel-1-Zukunft: Alpine prüft den Wasserstoffverbrennungsmotor

Alpine hat eine Studie in Auftrag gegeben, ob die Formel 1 in den 2030er-Jahren mit Wasserstoff fahren soll - Sound bleibt erhalten, Emissionen nicht mehr vorhanden

Alpine hat eine Studie in Auftrag gegeben, ob Wasserstoffverbrennungsmotoren den besten Weg für die Zukunft der Formel 1 darstellen könnte oder nicht.

Der Automobil-Weltverband FIA hat kürzlich Pläne für die nächste Generation von Formel-1-Motoren für die Jahre 2026 bis 2030 in Auftrag gegeben. Dabei handelt es sich um Turbo-Hybride, die mit nachhaltigen Kraftstoffen betrieben werden.

Um die längerfristige Zukunft gibt es jedoch Debatten. Straßenfahrzeuge bewegen sich immer stärker in Richtung Elektroantrieb. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Elektromotoren und Batterien schon 2031 stark genug sein werden, um Formel-1-Boliden mit ihren derzeitigen Performance-Parametern anzutreiben. Der ganze Sport steht vor einer richtungsweisenden Entscheidung.

Alpine glaubt, dass eine mögliche Option der Umstieg auf Wasserstoffantrieb sein könnte. Aus diesem Grunde wirft der französische Hersteller einen detaillierten Blick auf die Vor- und Nachteile, einen solchen Antrieb in der Formel 1 zu verwenden. Momentan ist bereits Toyota mit Wasserstoffverbrennungsmotoren im Langstrecken- und Rallyesport aktiv, allerdings außer Konkurrenz.

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen

Im exklusiven Interview mit unserem Schwesterportal 'Motorsport.com Global' betont Alpine-Chef Laurent Rossi, dass Wasserstoff als langfristige Lösung seinen Reiz hätte, da vollelektrische Antriebe für die Formel 1 für eine Weile keine zielführende Option seien.

"Ich glaube nicht, dass der vollelektrische Antrieb bereit ist", sagt er. "Das mag noch 15 Jahre von hier an dauern. Ich sehe das nicht für die nächste oder übernächste Reglementsiteration. Wir werfen einen Blick auf Wasserstoff als Antrieb. Ich bin der Überzeugung, dass die Motorenhersteller der Formel 1 in der Pflicht sind, die Regularien mitzuformen und mit Lösungen aufzuwarten."

"Für uns ist das eine gute Gelegenheit, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Wasserstoff ist deutlich sauberer. Zugegeben, nicht komplett, aber wesentlich besser als traditioneller Kraftstoff. Er ist im Überfluss vorhanden, während organischer oder synthetischer Kraftstoff begrenzt ist - sei es durch das Angebot oder die Herstellungskosten."

"Und zweitens bleibt der Sound erhalten. Vielleicht werden die Leute ihn in 20 Jahren vergessen, weil das jüngeren Generationen weniger wichtig sein mag und sie an geräuschlose Autos auf der Straße gewöhnt sein mögen. Aber für den Moment ist er fester Bestandteil der Show."

"Wir dürfen nicht vergessen, dass die Formel 1 Unterhaltung ist. Es ist ein Geschäft. Aber dieses Geschäft basiert auf Menschen, die es anschauen, genießen und lieben. Deshalb sehen wir uns diesen Pfad an."

Erst sich selbst, dann die FIA überzeugen

Rossi zufolge ist das Ziel der Studie, zu prüfen, ob Wasserstoffmotoren die nötigen Performancelevel für die Formel 1 erreicht. Die aktuellen Antriebe leisten rund 1.000 PS.

"Unsere Rolle wird sein, andere zu inspirieren, beispielsweise die Regelbehörden", sagt er weiter. "Wir würden gerne zeigen, dass es funktioniert, aber müssen uns das erst einmal selbst beweisen. Wir müssen prüfen, ob es mehr als eine Hoffnung oder ein Glaube ist."

"Sollte es funktionieren, dann wollen wir das unter Beweis stellen. Sagen wir mal, mittels eines Garage-56-Projekts in Le Mans oder auf der Nordschleife mit einem unserer Serienfahrzeuge, die mit einem Wasserstoffverbrennungsmotor ausgerüstet werden. Das könnte dann vielleicht die Inspiration für die Regelhüter sein, dass es hier einen Weg gibt."

"Wenn Porsche, Ferrari und andere Hersteller anderen Philosophien folgen möchten, dann sei es so. Aber es ist immer besser, wenn wir mehrere Optionen auf dem Tisch liegen haben."

Motorsport-Total.com

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