MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Offiziell: Fernando Alonso wechselt für 2023 zu Aston Martin! Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso wechselt zu Aston Martin
Motorsport Images

Offiziell: Fernando Alonso wechselt für 2023 zu Aston Martin!

Fernando Alonso hat sich mit Aston Martin auf einen mehrjährigen Vertrag in der Formel 1 ab 2023 geeinigt und wird dort Nachfolger von Sebastian Vettel

Fernando Alonso wechselt zur Formel-1-Saison 2023 von Alpine zu Aston Martin. Das hat sein künftiges Team unmittelbar nach dem Ungarn-Grand-Prix 2022 verkündet. Alonso als zweimaliger Weltmeister tritt bei Aston Martin also die Nachfolge des viermaligen Weltmeisters Sebastian Vettel an, der am Donnerstag vor dem Ungarn-Rennen seinen Rücktritt zum Saisonende angekündigt hatte.

Alonso hat bei Aston Martin einen mehrjährigen Vertrag unterschrieben. Die genaue Laufzeit ist nicht bekannt. Er selbst gibt an, "noch immer den Hunger und den Anspruch" zu haben, "zu kämpfen und an der Spitze zu fahren".

Außerdem sagt Alonso: "Ich will Teil eines Teams sein, das sich dem Lernen, Entwickeln und dem Erfolg verschrieben hat." Er wisse, dass es noch viel Arbeit brauche, bis Aston Martin zur Spitze vorstoßen könne. Er sehe aber "eine Möglichkeit, die sich richtig anfühlt für mich".

Was ihn bei Aston Martin überzeugt habe? "Leidenschaft und Leistungswille", sagt Alonso. So gelinge es ihm, "meine Freude und mein Engagement für den Sport beizubehalten".

Warum Aston Martin unbedingt Alonso wollte

Aston-Martin-Boss Lawrence Stroll erklärt, Alonso sei genau der richtige Fahrer für sein Team. Er meint: "Ich kenne und bewundere ihn schon seit vielen Jahren. Mir war immer klar, er ist ein entschlossener Siegertyp, genau wie ich es bin."

"Ich befinde mich auf einer Mission, die besten Leute zu versammeln, die richtigen Ressourcen und die richtige Organisation bereitzustellen, um in diesem so hart umkämpften Sport Erfolg zu haben. Diese Pläne nehmen in Silverstone allmählich Gestalt an", sagt Stroll.

Es sei ein "natürlicher Schritt" gewesen, Alonso zu einem Wechsel "einzuladen", meint Stroll. Der Ex-Champion soll dabei helfen, Aston Martin "zu einem Siegerteam zu formen".

Stroll: "In unseren jüngsten Gesprächen haben wir sehr schnell festgestellt, dass wir die gleichen Ziele und Werte haben. Da war es nur logisch und einfach, unsere Wünsche zu bündeln und zusammenzuarbeiten."

Auch Lance Stroll für 2023 bestätigt

Übrigens verbleibt auch Lance Stroll als Fahrer im Rennstall. Das hat Teamchef Mike Krack mit den folgenden Worten bestätigt: "Wir sind hocherfreut darüber, Fernando und Lance im nächsten Jahr in unserem Fahreraufgebot zu haben." Krack nennt es eine "Kombination aus Erfahrung und Jugend", die seiner Meinung nach "unglaublich stark" sein werde.

Er habe schon jetzt "Begeisterung im gesamten Unternehmen" festgestellt, weil die Aussicht auf eine Zusammenarbeit mit Alonso bestanden habe, sagt Krack.

Er schwärmt: "Wir wissen, dass fast jeder von jemandem von Fernandos Kaliber und Erfahrung lernen kann. Wir sind zuversichtlich, dass er jeden dazu inspirieren wird, sich zu verbessern, und das wird die ohnehin schon ansteckende Energie im Team noch verstärken."

Alonso, so erklärt Krack, werde "unseren Fortschritt beschleunigen und uns zu einer Leistung bringen, auf die wir stolz sein können". Denn man konzentriere sich hinter den Kulissen bereits auf den AMR23 für die Formel-1-Saison 2023, in der Aston Martin erstmals "vom Wissen und der Erfahrung, die Fernando mitbringt, profitieren" will.

Wie sich Krack noch am Sonntagabend geäußert hatte

Noch am Sonntagabend hatte Teamchef Krack in seiner Medienrunde angegeben, Aston Martin konzentriere sich nach der Vettel-Bekanntgabe voll auf das Rennen in Ungarn und wolle "keine weitere Ablenkung". Und: "Wir haben Gespräche und sehen uns an, wer verfügbar ist. Klar ist: Wir wollen den anderen Fahrer für 2023 alsbald unter Vertrag nehmen."

Letzteres ist mit der Bekanntgabe von Alonso eingetreten, nur vier Tage nach Vettels Rücktritts-Ankündigung. Stand da Alonso als Nachfolger von Vettel schon fest? Krack sagte am Sonntagabend nur: "Es gibt kein böses Blut [zwischen Vettel und dem Team]."

"Das Gute an unserer Beziehung zu Sebastian war immer, dass uns allen ganz klar war, dass wir ab einem gewissen Punkt nach anderen Lösungen suchen würden, sollten wir nicht zu einer Übereinkunft kommen. Das sind Dinge, die wir schon vor Monaten besprochen haben, als wir in erste Gespräche eingestiegen sind."

Weiter meinte Krack: "Sebastian ist happy damit. Er weiß, wie es läuft in diesem Geschäft. Du kannst eine solche Entscheidung nicht bis zum November hinziehen." Aston Martin sei in dieser Hinsicht "sehr transparent gegenüber Vettel" gewesen und Vettel ebenso gegenüber dem Team.

Was Alpine-Teamchef Szafnauer gesagt hat

Und wie war die Situation bei Alonsos aktuellem Team Alpine? Dort hatte sich Teamchef Otmar Szafnauer ebenfalls am Wochenende in Ungarn zu Vertragsangelegenheiten für 2023 geäußert. Er sprach davon, dass die Verhandlungen mit Alonso weiter andauerten. Und: "Ich denke, wir sind nahe an etwas dran."

Alonso selbst hatte in Ungarn erklärt, er brauche im Prinzip nur zehn Minuten, dann sei die Sache klar aus seiner Sicht. Szafnauer meinte daraufhin: "Zehn Minuten. Er hat vollkommen Recht." Und auf Nachfrage erklärte der Alpine-Teamchef, es handle sich um ein "ganz einfaches" Vorgehen bei den weiteren Gesprächen mit Alonso.

Letzte Frage an Szafnauer: Ob er zuversichtlich sei, dass Alonso für 2023 im Team bleiben werde? Antwort: "Natürlich!" Dafür spricht auch: Alpine brauchte am Montagmorgen eineinhalb Stunden, um in den sozialen Netzwerken auf die Alonso-Bekanntgabe von Aston Martin zu reagieren - vielleicht, weil man von der Meldung überrascht wurde?

Wen Alpine nun als Nachfolger von Alonso nominiert, das ist bisher nicht bekannt. Beste Chancen dürfte aber Alpine-Nachwuchsfahrer Oscar Piastri haben, der 2022 bei einem Stammcockpit leer ausgegangen war und nur die Rolle des Reservisten erhalten hatte. Piastri hatte 2019 den Formel-Renault-Eurocup gewonnen, 2020 die Formel 3 und 2021 die Formel 2.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

DTM-Rennen Sachsenring – Hintergründe

Halbfinale in der DTM

Das vorletzte Rennwochenende der Saison 2026 stand ganz im Zeichen der Taktik. Wer schafft es, sich die beste Ausgangsposition für den in rund vier Wochen in Hockenheim anstehenden Showdown herauszufahren. Vor allem Thomas Preining, aber auch Maro Engel und Marco Wittmann haben die besten Ausgangspositionen für das Finale.

"Verstehe nicht, was sie wollen"

Maverick Vinales rechnet mit KTM ab

Maverick Vinales ist zurück, doch vor seinem Comeback in Motegi beschäftigt ihn nicht nur seine verletzte Schulter, sondern vor allem das Zerwürfnis mit KTM

Überraschung im Madrid-Qualifying

Norris verdrängt Antonelli von der Pole!

Lando Norris steht beim Grand Prix von Spanien 2026 auf Poleposition, vor Kimi Antonelli und Max Verstappen - Lewis Hamilton fällt von P1 auf P4 zurück

GP von Aserbaidschan: Qualifying

Nach Antonelli-Crash: Russell holt Baku-Pole

Während Max Verstappen und Kimi Antonelli auslassen, nutzt George Russell im Qualifying zum Grand Prix von Aserbaidschan 2026 die Gunst der Stunde

Ein Thriller mit einem märchenhaften Ende: Kimi Antonelli demütigt George Russell und gewinnt den Grand Prix von Italien - Charles Leclerc übersteht Crash unverletzt

"Was zum Teufel ist da passiert?"

Gaslys Monza-Wunder hielt nur kurz...

Von Pole gestartet und am Ende nur Siebter: Pierre Gaslys Monza-Wunder hielt nicht lange, doch gerade das macht seine Leistung am Samstag so verblüffend