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GTWC Imola 2022: Rossi verpasst Boxenplatz Valentino Rossi leistete sich beim GTWC-Debüt einen ärgerlichen Fehler
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GTWC Imola 2022: Rossi verpasst Boxenplatz, Teamkollegen siegen

Ärgerlicher Fehler von Valentino Rossi beim Saisonauftakt der GTWC Europe in Imola: Weil er seinen Boxenplatz verfehlt, fällt der WRT-Audi aus den Top 15

Der Saisonauftakt zur GT-World-Challenge (GTWC) Europe in Imola geht mit einem Sieg von WRT-Audi zu Ende. Es ist jedoch nicht das Auto von Valentino Rossi, Frederic Vervisch und Nico Müller. Dieses kam nur auf Platz 17. Dries Vanthoor, Kelvin van der Linde und Charles Weerts triumphierten beim 3-Stunden-Rennen im Autodromo Enzo e Dino Ferrari.

Der Moment, der am meisten diskutiert werden dürfe, ereignete sich in der dritten von insgesamt vier Safety-Car-Phasen kurz vor Ende der zweiten Stunde. Weil zur vollen Stunde der finale Boxenstopp auf dem Programm stand, kam nahezu das ganze Feld auf einmal rein. Dadurch brach ein Chaos in der Boxengasse aus, Mechaniker konnten ihre Autos nicht einweisen.

Leidtragender war Valentino Rossi, der nach einem beachtlichen Stint seinen Boxenplatz verfehlte. Der Mechaniker, der ihn normalerweise auf den Boxenplatz winkt, konnte nicht in die "Working Lane" laufen, um Rossi wie gewohnt einzuweisen, weil ein anderer Audi den Boxenplatz überfuhr, um seinen unmittelbar davor liegenden Platz anzusteuern.

Rossi verfehlte seinen Platz, musste durch die Boxengasse durchfahren und in der nächsten Runde noch einmal reinkommen. Das warf den WRT-Audi #46 von Platz 14 auf die 23. Position zurück. Frederic Vervisch konnte im letzten Stint noch mehrere Konkurrenten überholen und fuhr letztlich Platz 17 von 52 gestarteten Autos nach Hause.

Rossi bedankte sich bei allen Mechanikern, war aber über seinen Fehler frustriert, was sich an der Länge des TV-Interviews zeigt: "Es gab sehr viel Verwirrung [beim Boxenstopp]. Aber ich hatte viele Kämpfe und wenn man mit den Besten fährt, kann man viel lernen."

Bis dahin lieferte die MotoGP-Legende ein gutes Rennen ab. Er übernahm den Audi von Startfahrer Nico Müller nach 57 Minuten. Müller hatte von Startplatz 15 aus einen Platz gutgemacht. Rossi gelang es, sich auf P13 vorzuarbeiten, verlor wieder einen Platz an Jean-Baptiste Simmenauer im WRT-Audi #30 (Neubauer/Goethe/Simmenauer; 14.), hielt dann aber P14 - bis zum Fehler unter Gelb.

WRT übersteht vier Safety-Car-Phasen

Dennoch hat WRT einiges zu feiern, denn die #32 fuhr den Sieg nach Hause. Charles Weerts gab die Spitze im ersten Stint bei einem Fahrfehler in der Villeneuve-Schikane kurzzeitig aus der Hand. Christopher Mies übernahm im Sainteloc-Audi #25 (Legeret/Niederhauser/Mies; 9.) die Spitze, der Audi fiel jedoch nach dem Stint des amtierenden Meisters des ADAC GT Masters zurück.

WRT übernahm beim ersten Boxenstopp die Führung. Dahinter schalteten sich weitere Fahrzeuge im Kampf um den Sieg ein: Der Beechdean-Aston-Martin #95 (Martin/Sörensen/Thiim; 12.), der Car-Collection-Audi #12 (Haase/Drudi/Ghiotto; 4.) der ASP-Mercedes #88 (Marciello/Juncadella/Gounon; 2.) und der Getspeed-Mercedes #2 (Engel/Schothorst/Stolz; 3.).

Diese Fahrzeuge wurden durch mehrere SC-Phasen immer wieder zusammengebracht. Kurz vor dem verhängnisvollen zweiten Stopp war SC-Phase Nummer drei eigentlich schon zu Ende, doch es kam zu einem furchterregenden Auffahrunfall, bei dem alle Beteiligten ohne größere Verletzungen davonkamen.

Die SC-Phase wurde verlängert und fiel daher mit dem zweiten Boxenstopp zusammen. Zuvor musste das Feld jedoch durch die Unfallstelle hindurch, was zu einem Stau führte, in dem die Fahrzeuge bis zum Stillstand abbremsten.

Bei besagtem Boxenstopp, fiel auch der Aston Martin zurück. Beeachdean AMR versäumte es, bei der ersten Gelegenheit reinzukommen, und verlor so den wahrscheinlichen Podiumsplatz. Dasselbe Schicksal ereilte den Emil-Frey-Lamborghini #63 (Aitken/Costa/Bortolotti; 13.) und den Rowe-BMW #50 (Harper/Hesse/Verhagen; 15.).

Nach dem letzten Restart 40 Minuten vor Schluss wurde das Podium entschieden: WRT und ASP machten sich aus dem Staub, dahinter krallte sich Luca Stolz noch den Audi von Mattia Drudi, als dieser leicht in den Dreck rutschte.

Insgesamt kamen Fahrzeuge von fünf verschiedenen Herstellern in die Top 10, darunter zwei McLaren, ein Porsche und zwei Ferrari. Die GTWC Europe macht nun eine Pause von vier Wochen. Am 30. April und 1. Mai steht in Brands Hatch der Auftakt zum Sprint Cup auf dem Programm.

Motorsport-Total.com

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