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Podium für Höller bei Hitzerennen

Beim zweiten Rennen in Tschechien binnen fünf Wochen ging es für Alois Höller diesmal ausschließlich um Punkte in der FIA Zentraleuropa-Meisterschaft. Die anspruchsvolle Rennstrecke verlangte dem Rekordmeister wieder alles ab. Durch die große Hitze (bis zu 70 Grad im Auto) war auch die Staubentwicklung extrem. Dennoch sollte der Ausgang diesmal deutlich besser sein.

„Der neue Auspuffkrümmer sollte uns ein paar zusätzliche PS bringen, so möchte ich etwas näher an die beiden Gegner in der Zentraleuropa-Meisterschaft heranrücken“, erklärte der Götzendorfer im Vorfeld. Im Gegensatz zum Rennen im Juni stieg bei der aktuellen Ausgabe das Thermometer nochmals deutlich an. Mit 37 Grad Außentemperatur und an die 70 Grad im Rennauto ist der Rallycross-Sport körperliche Schwerstarbeit. „Die Rennstrecke liegt in einem Kessel, da steht die Luft. Es fühlt sich an wie in der Sauna“, schwitzte sogar der sonst so fitte Rekordmeister. Nach den Rängen drei und vier am Samstag folgten am Sonntag noch ein vierter und ein zweiter Platz. „Zbigniew Staniszewski und Ales Fucik sind sich da in die Quere gekommen, da konnte ich profitieren“, führt Höller nach den Qualifikationsläufen aus. Dennoch haderte der Mühlviertler mit der Startposition: „Vom vierten Starplatz aus wird es schwierig, da bleibst du auf der Außenbahn schnell über und bist immer in der Gefahr, von innen überholt zu werden.“

Podium als versöhnlicher Abschluss
Den Start zum alles entscheidenden Finale erwischte der Ford-Fiesta-Pilot ausgezeichnet, noch vor der ersten Kurve konnte er einen tschechischen Kontrahenten überholen und im Verlauf des 6-Runden-Rennes sogar knapp in Richtung des zweitplatzierten Ales Fucik aufschließen. „Ich bin wirklich zufrieden, endlich hat einmal alles so funktioniert, wie ich es mir vorstelle“, grinste der Mühlviertler nach Platz drei bei der Zieldurchfahrt. Für Höller geht es schon in zwei Wochen in Fuglau bei Horn im Waldviertel weiter. Beim österreichischen Staatsmeisterschaftslauf stehen die Chancen auf den ersten Saisonsieg besonders gut – die MJP-Arena ist eine von Höllers Lieblingspisten.

Über Alois Höller:
„Loisl“ Höller ist das Aushängeschild der österreichischen Rallycross-Szene. Mit bisher 43 nationalen und international gewonnenen Titeln ist der aus dem oberösterreichischen Götzendorf stammende Rennfahrer, der mit Abstand erfolgreichste Pilot des Sports. Seine Beliebtheit verdankt er neben den zahlreichen Siegen auch seinem spektakulären Fahrstil, der weder sich noch Gegner verschont. Mit mittlerweile 66 Jahren denkt der Schnurrbartträger noch nicht ans Aufhören und will sich und seinen 600-PS-starken Ford Fiesta weiter zu Höchstleistungen antreiben – frei nach dem Motto: Mit 66 ist noch lange nicht Schluss.

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