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Erdbeben bei Red Bull Red Bull bestätigt eine interne Untersuchung gegen Teamchef Christian Horner
Motorsport Images

Wegen Anschuldigungen gegen Horner: Red Bull leitet Untersuchung ein

Schwere Vorwürfe gegen Christian Horner könnten unter Umständen dazu führen, dass der seinen Posten als Teamchef von Red Bull Racing räumen muss

Nur vier Tage nach dem Sensationstransfer von Lewis Hamilton zu Ferrari zeichnet sich in der Formel 1 das nächste Erdbeben ab. Denn laut Recherchen von Motorsport-Total.com hat die Konzernspitze von Red Bull in Österreich eine interne Untersuchung gegen Christian Horner, den Teamchef von Red Bull Racing, eingeleitet.

"Hinsichtlich der jüngsten Anschuldigungen wurde eine unabhängige Untersuchung eingeleitet. Sie wird von einem externen unabhängigen Ermittlungsanwalt durchgeführt und wird so schnell wie möglich abgeschlossen", heißt es auf Anfrage von Motorsport-Total.com in einer offiziellen Stellungnahme der Red Bull GmbH zum Thema.

Was genau hinter den Vorwürfen gegen Horner steckt, ist unklar. In verschiedenen Medienberichten, unter anderem im niederländischen De Telegraaf sowie bei F1-Insider.com, ist von "grenzüberschreitendem Verhalten" gegenüber einer Mitarbeiterin des österreichisch-britischen Rennstalls die Rede.

Laut Informationen von Motorsport-Total.com wurden die Vorwürfe über angeblich unangemessenes Verhalten Ende vergangener Woche erstmals geäußert. Details darüber sind unserer Redaktion bekannt, werden aber im Sinne der Privatsphäre aller Beteiligten nicht veröffentlicht.

Inzwischen soll bei Red Bull in Fuschl ein Dossier mit belastendem Material existieren, welches die Vorwürfe zusammenfasst. Diese werden Red-Bull-intern nun untersucht, und über das weitere Vorgehen und mögliche Konsequenzen wird auf höchster Managementebene beraten. Für Horner gilt dabei die Unschuldsvermutung.

Doch wie es immer ist in der Formel 1, wird hinter den Kulissen getuschelt - und werden Informationen bruchstückhaft durchgestochen. Demnach soll Horner freundschaftlich geraten worden sein, freiwillig als Teamchef zurückzutreten und seinen Posten zu räumen. Was dieser jedoch in einer ersten Reaktion abgelehnt haben dürfte.

Am Montag fand in den FOM-Büros in London ein schon länger geplantes Treffen der Formel-1-Kommission statt, bei dem Horner in seiner Funktion als Red-Bull-Teamchef anwesend war. Laut De Telegraaf lässt er zum Thema nur ausrichten: "Ich bestreite diese Vorwürfe kategorisch."

Dem jüngsten Aufreger vorangegangen war ein Red-Bull-interner Machtkampf zwischen Horner und Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko, über den Motorsport-Total.com im Oktober 2023 erstmals berichtet hat. Doch Anfang Januar wurde bekannt, dass Red Bull Markos Vertrag bis Ende 2026 verlängert hat. Damit schien der Haussegen wiederhergestellt zu sein.

Jetzt gibt's also den nächsten Aufreger bei Red Bull. Der Konzern gibt sich dazu aber zugeknöpft. Bis auf das offizielle Statement werden derzeit keine weiteren Informationen kommuniziert. Auch nicht von Marko. Der sagt in einem kurzen Telefonat mit Motorsport-Total.com nur: "Ich sage dazu gar nichts."

Motorsport-Total.com

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