Absage bleibt bestehen | 18.03.2026
Medienbericht: So wollte Saudi-Arabien den Grand Prix retten
Saudi-Arabien wollte laut einem Medienbericht unbedingt am Grand Prix im April festhalten und bot der Formel 1 dafür angeblich besondere Sicherheitsgarantien
Die Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien können nicht wie geplant im April stattfinden. Der aktuelle Krieg im Nahen Osten sorgt dafür, dass eine sichere Durchführung der beiden Grands Prix in wenigen Wochen nicht möglich ist.
Sport Bild berichtet nun in der aktuellen Ausgabe, dass vor allem Saudi-Arabien versucht haben soll, eine Absage um jeden Preis zu verhindern. Im Zentrum der Gespräche standen demnach Sicherheitsgarantien für die Königsklasse.
So heißt es in dem Bericht, Saudi-Arabien habe der Formel 1 "ein spezielles Raketenabwehrsystem für den Jeddah Corniche Circuit in Aussicht gestellt". Auch das habe allerdings nicht dazu geführt, den Grand Prix doch stattfinden zu lassen.
FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem begründete die Absage der beiden Rennen vor wenigen Tagen so: "Die FIA wird die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gemeinschaft und unserer Kollegen stets an erste Stelle setzen."
"Nach sorgfältiger Abwägung haben wir diese Entscheidung getroffen, wobei wir uns dieser Verantwortung voll und ganz bewusst waren", so der Präsident. Bahrain und Saudi-Arabien werden seit Beginn des Krieges immer wieder mit Drohnen und Raketen aus dem Iran beschossen.
Bereits 2022 machte die Formel 1 Erfahrungen mit einem Raketenangriff in Dschidda. Damals hatten Huthi-Rebellen während des Grand-Prix-Wochenendes eine Fabrikanlage des Mineralölkonzerns Aramco beschossen.
Auch damals wurde lange über eine Absage des bereits laufenden Wochenendes diskutiert, letztendlich ging der Grand Prix aber wie geplant über die Bühne. Vier Jahre später entschied man sich nun bereits im Vorfeld für eine Absage.
Durch die Streichung der beiden Rennen erwartet die Formel 1 nach dem Großen Preis von Japan in Suzuka (29. März) eine mehr als einmonatige Pause. Weiter geht es dann erst fünf Wochen später mit dem Großen Preis von Miami in den USA (3. Mai).

















