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Bekommt Gasly Podium zurück? Pierre Gasly hatte die Ziellinie in Monaco auf P3 überfahren
Sutton Images

FIA-Anhörung um Podium von Gasly steht

Die FIA hat bestätigt, dass noch in dieser Woche über die Aufhebung der Strafen verhandelt wird, die Pierre Gasly in Monaco einen Podiumsplatz gekostet haben

Bekommt Pierre Gasly seinen Podestplatz beim Großen Preis von Monaco zurück? Nach dem Rennen veröffentlichte Alpine eine Mitteilung, in der das Team bestätigte, einen Antrag auf "Right of Review" bei der FIA gestellt zu haben, um das Rennergebnis anzufechten.

Gasly hatte die Ziellinie am Sonntag zwar als Dritter überquert, verlor das Podium jedoch aufgrund von zwei Strafen wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse. Er hatte das Tempolimit von 60 km/h in der Boxengasse einmal um 0,1 km/h und einmal um 0,4 km/h überschritten.

Am Dienstag veröffentlichte der Automobil-Weltverband nun zwei separate Dokumente, in denen bestätigt wird, dass Alpine zwei Überprüfungsanträge in Bezug auf die während des Rennens am Sonntag gegen Gasly verhängten Fünf-Sekunden-Strafen eingereicht hat. Die Anhörung soll am Donnerstag um 13:00 Uhr MESZ virtuell stattfinden.

Alpines größte Herausforderung wird nicht darin bestehen, nachzuweisen, dass die Strafen falsch waren. Gemäß Artikel 14 des Internationalen Sportkodex der FIA muss das Team zunächst die Rennkommissare davon überzeugen, dass es ein "signifikantes und relevantes neues Element" gibt, das zum Zeitpunkt der ursprünglichen Entscheidungen nicht verfügbar war.

Aus den FIA-Dokumenten geht hervor, dass die Anhörung in zwei Teile gegliedert ist. In der ersten Phase wird Alpine Beweise und Argumente vorlegen, um darzulegen, dass ein solches neues Element existiert. Nur wenn die Rennkommissare überzeugt sind, dass diese Voraussetzung erfüllt ist, folgt eine zweite Phase, in der die Strafen selbst erneut bewertet werden.

Die Strafen waren Teil einer ungewöhnlich hohen Anzahl von Vergehen wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse während des Rennens. Auslöser war die spezielle Konfiguration der Boxengasse in Monaco sowie die Art der Geschwindigkeitsmessung.

Statt einer Momentangeschwindigkeit berechnet die FIA die Durchschnittsgeschwindigkeit in der sogenannten Fast Lane mithilfe von Transpondern und Zeitmessschleifen im Asphalt. Das System erfasste dabei Fahrer, die durch die kurvenreiche Boxengasse eine kürzere Linie fuhren und somit zwischen den Messpunkten eine geringere Distanz zurücklegten, obwohl sie mit der erlaubten Geschwindigkeit unterwegs waren.

Nachdem die zehn Strafsekunden zu seiner Rennzeit addiert wurden, fiel Gasly in der Endwertung vom dritten auf den siebten Platz zurück. Das überarbeitete Ergebnis brachte Isack Hadjar aufs Podium, während auch Oscar Piastri, Liam Lawson und Arvid Lindblad Positionen gewannen.

Aufgrund dieses deutlichen Rückfalls benötigt Alpine faktisch die Aufhebung beider Strafen, damit Gasly den dritten Platz zurückerhält.

Es ist allerdings ungewöhnlich, dass ein "Right-of-Review"-Antrag in der Formel 1 erfolgreich ist, da Teams häufig daran scheitern, Beweise vorzulegen, die von den Rennkommissaren sowohl als neu als auch als relevant angesehen werden.

Eine bemerkenswerte Ausnahme gab es im vergangenen Jahr, als die Strafe gegen Carlos Sainz nach einer Kollision mit Liam Lawson in Zandvoort aufgehoben wurde, nachdem Williams Onboard-Aufnahmen eingereicht hatte, die den Rennkommissaren während des Rennens nicht vorlagen.

Welche Beweise Alpine zur Unterstützung seines Falls vorlegen will, ist derzeit unklar.

Motorsport-Total.com

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