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Ersatz für Bahrain Malaysia kommt wieder auf die Formel-1-Landkarte
LAT

Im Oktober: Malaysia kehrt zurück

Die Formel 1 fährt im Oktober ein zusätzliches Rennen in Malaysia, um den Ausfall von Bahrain im Frühjahr zu kompensieren - Tripleheader mit Baku und Singapur

Die Formel 1 hat ein Ersatzrennen für den abgesagten Großen Preis von Bahrain gefunden und kehrt nach neunjähriger Pause nach Malaysia zurück. Der Nachholtermin auf dem Sepang International Circuit nahe Kuala Lumpur ist dabei für den 4. Oktober 2026 angesetzt.

Kurios: Offiziell wird das Rennen unter dem Namen "Formula 1 Gulf Air Bahrain Grand Prix in Malaysia" ausgetragen werden - also als Großer Preis von Bahrain in Malaysia. Dem Vernehmen nach soll Bahrain eine Menge investieren und dazu beitragen, "seinen" Grand Prix 2026 austragen zu können.

"Wir freuen uns sehr zu bestätigen, dass Malaysia den Großen Preis von Bahrain 2026 austragen wird", sagt Formel-1-Boss Stefano Domenicali. "Einmal mehr hat der Sport seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, sich anzupassen, Lösungen zu finden und Ergebnisse zu liefern, was einen aufregenden Moment für jeden schafft, der die Formel 1 verfolgt."

Laut dem Italiener seien das "fantastische Neuigkeiten" für die Fans: "Sie werden weiterhin einen vollen und aufregenden Formel-1-Kalender genießen können und gleichzeitig die Rückkehr des Sports an einen großartigen Austragungsort erleben."

Tripleheader mit Baku und Singapur

"Malaysia ist ein unglaubliches Land, und Sepang nimmt einen besonderen Platz in der Geschichte der Formel 1 ein", betont er. "Es wird eine spektakuläre Kulisse für Rennsport bieten und ein unvergessliches Erlebnis für die Fans an der Strecke und vor den Bildschirmen auf der ganzen Welt werden."

Logistisch ergibt das für die Formel 1 dabei Sinn: Damit füllt man die Woche zwischen den Rennen in Aserbaidschan (26. September) und Singapur (11. Oktober) und macht aus den beiden Einzelrennen einen Tripleheader. Zwischen Sepang und Singapur liegen ohnehin nur rund 320 Kilometer - oder viereinhalb Autostunden.

Zudem hätte man so einen Puffer, um auf einen möglichen Ausfall der Nahost-Rennen in Katar und Abu Dhabi am Ende der Saison zu reagieren, sollten sich mögliche Ersatzrennen nicht realisieren lassen. Sollten beide Rennen wegfallen, bräuchte man nur eines davon zu ersetzen, um auf die 22 Rennen zu kommen, die zum Erfüllen der TV-Verträge notwendig sind.

Aktuell betont die Formel 1 jedoch: "Der Rest des Kalenders bleibt unverändert."

Malaysia fast 20 Jahre Teil des Kalenders

Malaysia stand bereits zwischen 1999 und 2017 im Formel-1-Kalender und hat der Königsklasse einige ikonische Momente beschert. 1999 feierte Michael Schumacher nach seinem Beinbruch sein Comeback und schenkte den Sieg seinem Ferrari-Teamkollegen Eddie Irvine, um dessen Titelchancen vor dem letzten Rennen aufrecht zu halten.

2016 erlebte Lewis Hamilton einen der bittersten Momente seiner Karriere, als er in Führung liegend mit einem Motorschaden ausschied. Diese Punkte fehlten ihm am Saisonende im WM-Kampf gegen Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg, der seinen einzigen Titel holte und kurz darauf sein Karriereende bekannt gab.

Unvergessen sind auch die zahlreichen Regeneskapaden im plötzlichen Monsunregen wie 2001 oder 2009, wo das Rennen sogar abgebrochen werden musste.

Rekordsieger in Malaysia ist Sebastian Vettel, der vier Rennen für Ferrari und Red Bull gewinnen konnte, gefolgt von Michael Schumacher und Fernando Alonso mit jeweils drei Erfolgen. Das letzte Rennen 2017 gewann Max Verstappen im Red Bull.

Motorsport-Total.com

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