MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Max Verstappen mit 360-Grad-Dreher Max Verstappen (Red Bull) dreht sich kurz nach dem Start um 360 Grad
Sutton Images

"Dann kann ich noch Rallye fahren..."

Red-Bull-Pilot Max Verstappen sorgt mit seinem spektakulären 360-Grad-Dreher in Miami für Aufsehen - und scherzt nach dem Rennen, dass er Rallye fahren könnte

Max Verstappen hat nach dem Start zum Großen Preis von Miami für einen kurzen Schreckmoment gesorgt: Der Red-Bull-Pilot drehte sich im Duell gegen Ferrari-Pilot Charles Leclerc um 360 Grad. "Ja, ziemlich turbulent", kommentiert der Niederländer nach dem Rennen mit einem leichten Schmunzeln.

"Ich habe in Kurve 2 die Kontrolle über das Heck verloren und dann natürlich versucht, den Zeitverlust mit einer 360-Grad-Drehung zu minimieren", ergänzt Verstappen. "Ich dachte schon, ich würde crashen, aber dann habe ich Vollgas gegeben und eine gute 360-Grad-Drehung hinbekommen."

"Wenn es mit der Formel 1 nicht klappt, dann kann ich immer noch Rallye fahren", scherzt der Red-Bull-Pilot, der damit in die Fußstapfen seines Vaters Jos Verstappen treten würde, der sich erst in der vergangenen Woche bei einer Rallye in Belgien spektakulär überschlagen hatte.

Verstappen-Dreher keine Folge einer Leclerc-Berührung

Verstappen, der sich inzwischen regelmäßig in unterschiedlichsten Rennfahrzeugen ausprobiert, hatte allerdings schon vor einigen Wochen klargestellt, dass ein Start im Rallyeauto für ihn nicht infrage kommt. Mit seinem 360-Grad-Dreher in Miami lieferte der 28-Jährige dennoch eine eindrucksvolle Demonstration seiner Fahrzeugbeherrschung.

Eine Berührung mit Leclerc habe es zuvor nicht gegeben. "Nein, ich glaube nicht", meint Verstappen. "Wir sind einfach in die Kurve gefahren, aber plötzlich habe ich die Kontrolle über das Heck verloren. Es ist einfach ins Rutschen gekommen, und wenn es erst mal so weit ist, ist es schwer, es wieder abzufangen."

"Danach war die Pace auf den Medium-Reifen gar nicht so schlecht, aber sobald ich auf die harte Mischung gewechselt habe, wurde es deutlich schwieriger." Verstappen und Red Bull entschieden sich nach dem Unfall von Teamkollege Isack Hadjar und dem Überschlag von Alpine-Pilot Pierre Gasly für einen frühen Boxenstopp.

Verstappen: Der frühe Boxenstopp war ein Fehler

"Jetzt nach dem Rennen ist es natürlich leicht gesagt, aber ich glaube, der Stint war einfach etwas zu lang." Denn in der Schlussphase muss sich der Red-Bull-Pilot trotz engagierter Gegenwehr noch gegen Mercedes-Fahrer George Russell geschlagen geben.

"Ich glaube, direkt nach Kurve 1 hat [Russell] meinen Hinterreifen touchiert, und dann hat er sich wohl auch noch den Frontflügel beschädigt. Zum Glück hatte ich keinen Reifenschaden, sowas kann passieren", berichtet der Niederländer nach dem Rennen.

Glück für Verstappen: Wenige Meter vor dem Ziel gelingt ihm immerhin noch ein Manöver gegen Leclerc. "Ich glaube, Charles' Auto war kaputt, deshalb hat er es nur noch bis zum Ziel gefahren. Ich denke, er hat den ganzen Akku verbraucht, wie wir alle, aber aus irgendeinem Grund konnte ich ihn kurz vor der Ziellinie noch überholen."

Am Ende steht für Red-Bull-Pilot Max Verstappen nach einem turbulenten Rennen der fünfte Platz zu Buche: Eine Fünf-Sekunden-Strafe, die er im Anschluss noch für das Überfahren der weißen Linie am Boxenausgang erhält, bleibt für den viermaligen Weltmeister ohne Auswirkungen.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Rallycross-ÖM Melk: Bericht

Rallycross-Saisonstart in Melk

Mit spannenden Rennen auf dem Wachauring startete die neue Saison der Rallycross-Staatsmeisterschaft. Die Siege gingen an die Stars der FIA-Zentraleuropa-Meisterschaft. Bei den großen Tourenwagen konnten die Österreicher mit den Plätzen 1–3 zurückschlagen.

Zwei Reifentöpfe und "Lex Rene Rast"

So sieht das neue DTM-Reglement aus

Die DTM hat kurz vor dem Auftakt das Reglement 2026 veröffentlicht: Wie die Teams jetzt strategisch gefordert werden und was es mit der Lex Rene Rast auf sich hat

Max Verstappen auf der Nordschleife

Zwischen Siegchance und Tragödie

Max Verstappen erlebt extremes Wochenende auf der Nürburgring-Nordschleife: Erst eine Tragödie, dann eine tolle Show und letztlich ein bitteres Ende