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Wilder Singapur-Sprint George Russell crasht, Max Verstappen fährt vorbei
LAT Images

Russell-Crash & McLaren-Kollision

Max Verstappen siegt in einem wilden Singapur-Sprint, bei dem George Russell crasht, beide McLaren miteinander kollidieren und nur 13 Autos das Ziel sehen

Max Verstappen hat sich den Sieg im Formel-1-Sprintrennen von Singapur geholt. Der Niederländer profitierte bei regnerischen Bedingungen von einem Unfall von George Russell, der Verstappen am Start überholt hatte, aber nur eine Runde später auf Start-Ziel in die Mauer gekracht war.

Verstappen siegte nach einer turbulenten Anfangsphase vor den Ferraris von Lewis Hamilton und Charles Leclerc sowie WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli (Mercedes), der als Vierter fünf Punkte in der Fahrer-WM auf seinen Teamkollegen gutmachte.

Für Gesprächsstoff sorgten die beiden McLaren-Piloten Oscar Piastri und Lando Norris, die in der letzten Runde auf den Positionen vier und fünf liegend miteinander kollidierten. Piastri schied aus, Norris schleppte sich auf Rang acht ins Ziel.

Unverhoffte Punkte gab es somit für Liam Lawson (5./Racing Bulls), Oliver Bearman (6./Haas) und auch Nico Hülkenberg (7./Audi). Am Ende sahen lediglich 13 Autos die Zielflagge, weil Lance Stroll, Sergio Perez, Gabriel Bortoleto, Alexander Albon und Valtteri Bottas in Kollisionen verwickelt wurden und Isack Hadjar und Franco Colapinto ihre Boliden mit technischen Problemen abstellen mussten.

Warum wurde der Start verzögert?

Wie vor einer Woche in Malaysia konnte es für die 22 Piloten nur verspätet losgehen. Rund zehn Minuten vor dem Rennen begann es auf dem Marina Bay Street Circuit plötzlich zu regnen - und wer das Wetter in Singapur kennt, der weiß, dass es dann ziemlich heftig runterkommt.

Weil gerade in Kurve 2 und 3 das Wasser stand, blieb der Rennleitung nichts anderes übrig, als den Start zu verschieben.

Wieder einmal begann das Warten auf bessere Bedingungen. Schließlich wurde die Einführungsrunde mit einer Verspätung von 30 Minuten gestartet - oder besser gesagt: die zwei Einführungsrunden. Hinter dem Safety-Car durften die Piloten zunächst zwei Runden drehen, bevor der Start stehend vorgenommen wurde.

Wie lief der Start?

Den besten Start erwischte vorne George Russell, der sich schon vor Kurve 1 an Polesetter Max Verstappen vorbeischieben konnte und in Führung ging. Dahinter kam Lewis Hamilton gut weg und konnte die beiden McLarens sowie seinen Teamkollegen Charles Leclerc überholen.

Das Feld verhielt sich dabei überraschend gesittet. Trotz nasser Strecke gab es keine Zwischenfälle, und auch in Kurve 1 fuhr kein einziges Auto in die Auslaufzone - das war in den vergangenen Jahren in Singapur eigentlich immer anders. Dann begann jedoch das große Autosterben ...

Was passierte bei George Russell?

Am Ende der ersten Runde war der Sprint für den Führenden Russell schon wieder vorbei. Der Mercedes-Pilot war am Ausgang der letzten Kurve auf den Randstein geraten und hatte sich nach innen in die Mauer gedreht. Quer schoss Russell auf Start-Ziel wieder über die Strecke und hatte Glück, dass keiner der nachfolgenden Fahrer in der Gischt in ihn reinfuhr.

"Sorry", funkte er an sein Team, während die Rennleitung das Safety-Car auf die Strecke schickte.

Warum waren noch sechs weitere Fahrer vor dem SC-Restart draußen?

Neben Russell erwischte es noch einige andere Fahrer: Lance Stroll (Aston Martin) und Sergio Perez (Cadillac) gerieten in Kurve 16 aneinander. Während Stroll in die Streckenbegrenzung knallte und ausschied, schaffte es Perez immerhin noch an die Box, wo er sein Auto aber ebenfalls abstellte.

Wenig später rollte Red-Bull-Pilot Isack Hadjar aus, und auch Franco Colapinto (Alpine) stellte seinen Boliden auf der Strecke mit einem Defekt ab.

Als das Rennen wieder freigegeben werden sollte, kam es im Hinterfeld zu einer weiteren Kollision. Alexander Albon (Williams) fuhr auf den Audi von Gabriel Bortoleto auf und wurde seinerseits von Valtteri Bottas (Cadillac) im Heck getroffen.

Bortoleto und Bottas fuhren in die Box und beendeten den Sprint, Albon holte sich eine neue Nase und fuhr dem Feld fortan hinterher, bis er in Runde 15 ebenfalls sein Auto abstellte.

Wie lief der Kampf um den Sieg?

Nachdem er die Führung von Russell übernommen hatte, kontrollierte Verstappen das Feld beim Safety-Car-Restart vor den beiden Ferraris. Absetzen konnte er sich von Hamilton zunächst nicht, der jedoch in das Visier der Kommissare geriet, weil er einen Gelbverstoß begangen haben soll.

Derweil trocknete die Strecke immer weiter ab, war jedoch nicht trocken genug, dass jemand einen Versuch auf Slicks wagen würde.

Mit der Zeit wurde Verstappens Vorsprung auf Hamilton jedoch immer größer, sodass sein Sieg im Sprint nie gefährdet war.

Motorsport-Total.com

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