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Teil 1: Polizeieinsatz auf der Strecke

Michi Gamauf

Monza 1995: Massenkollision, Streitereien und fliegende Bordkameras

Der Grand Prix von Italien in Monza endete 1995 mit einer Champagnerschlacht der (damaligen) Aussenseiter: Johnny Herbert gewann vor Mika Hakkinen und Heinz-Harald Frentzen in einer Saison, die sonst von Michael Schumacher, Damon Hill und den beiden Ferraris dominiert wurde.

Gleich zu Beginn rutschte Pole Mann David Coulthard (Williams) in der Aufwärmrunde von der Piste. Nur der Rennabbruch nach einer Massenkollision im Hinterfeld brachte den Schotten ins Rennen zurück. Die Freude der Führung genoss Coulthard nicht lange, ein vorderes Radlager lockerte sich und katapultierte ihn wieder in den Sand.

Damon Hill leistete sich nach Silverstone des gleichen Jahres wieder einen Schnitzer: Michael Schumacher bremste gerade die Schikane, bei der die Boliden von 310 auf 80 km/h zusammengebremst werden, an, als ihm der Brite mit 15 km/h Überschuss ins Heck krachte. Als sich die beiden WM Kontrahenten in den Sand eingebaggert hatten, sprang Schumacher aus dem Cockpit und rannte zu dem im Auto still sitzenden Hill. Nur durch den Einsatz der Streckenposten konnte ein tätlicher Angriff des Deutschen verhindert werden. Die beiden Erzfeinde wurden von einem Polizeiwagen ins Fahrerlager zurückgebracht.

Inzwischen sah es nach einem Ferrari Doppelsieg aus. Plötzlich löste sich an Jean Alesi"s Wagen bei 300 km/h die Bordkamera. Der nachfolgende Teamkollege Gerhard Berger sah das Ding auf sich zufliegen, konnte aber nicht mehr reagieren. Später erklärte er: "Es zerschmetterte mir die Radaufhängung. Hätte die Kamera mich getroffen, wäre ich jetzt tot...". Doch auch Alesi gewann das Rennen nicht: Antriebswellendefekt.

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