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Aufbruchs-Stimmung

Niki Lauda mistet im Jaguar-Rennstall aus, Chefdesigner Russell wird vermutlich gefeuert, Irvine voraussichtlich durch Webber ersetzt.

Noch ist es vom Jaguar-Team zwar nicht offiziell bestätigt worden, doch die englischsprachige Motorsportpresse hat bereits in Erfahrung gebracht, dass der durch Niki Lauda vor etwas mehr als einem Monat beurlaubte Chefdesigner John Russell nicht mehr die Arbeit in Milton Keynes aufnehmen wird.

Damit reiht sich Russell, der seit 1999 für das Team aus Milton Keynes arbeitete, in die lange Reihe derer ein die ihren Hut nehmen mussten weil sie nicht das bewegen konnten was die Teamführung erwartet hatte.

Der Jaguar R3 und dessen Weiterentwicklung R3B sind eindeutig hinter den Erwartungen des Teams, der Fahrer und der Öffentlichkeit zurückgeblieben, weshalb Teamchef Niki Lauda wohl keine andere Möglichkeit sah als den für das Design hauptverantwortlichen Russell in die Wüste zu schicken. Dessen Aufgabenbereich soll fortan Rob Taylor einnehmen, der zuletzt für das Arrows-Team tätig war, welches zwar mit 2 WM-Punkten noch einen Zähler weniger als Jaguar holen konnte, dessen A23-Chassis aber wesentlich mehr Potenzial besitzt als der R3B von Jaguar.

Die Entwicklung des Jaguar-Boliden für die Saison 2003 wurde zwar bereits von John Russell begonnen, doch allgemein ist davon auszugehen, dass Taylor versuchen wird seine eigenen Erfahrungen umzusetzen. Verlassen kann sich der neue Chefdesigner, von dem sich Lauda neue und vor allem sich erfolgreich auf die Konkurrenzfähigkeit auswirkende Impulse erwartet, auf ein mittlerweile um die 50 Personen umfassendes Team aus Aerodynamikern, zu denen Ben Agathangelou, Mark Handford und Darren Davies gehören.

In den kommenden Wochen wird ebenfalls eine Bekanntgabe bezüglich der Fahrerpaarung für nächstes Jahr erwartet. Es darf damit gerechnet werden, dass Pedro de la Rosa auch 2003 für Jaguar Racing fahren wird, wohingegen Eddie Irvine wohl gegen den derzeit für Minardi fahrenden Mark Webber ersetzt werden dürfte.

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