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"Alles neu überdenken..."

Die Performance des neuen Honda-Motors lässt in der aktuellen Saison enorm zu wünschen übrig, bei den Japanern wird man langsam nervös.

Eva Braunrath

Die Teams von Jordan und BAR stellen neben McLaren wohl die negativsten Überraschungen der bisherigen Saison dar. Die Performance der beiden Rennställe, die mit Honda-Motoren beliefert werden, ist heuer miserabler denn je. Nach dem vierten Rennen der Saison rangieren die beiden Teams gemeinsam mit Arrows an der letzten Stelle der Konstrukteurswertung, null WM-Punkte lautet die ernüchternde Bilanz unmittelbar vor Runde fünf im Kalender.

Da man bei Honda die Wintermonate sichtlich verschlafen hat, arbeitet man zurzeit mit Volldampf an einer Verbesserung des 004. Am vergangenen Wochenende brachten die Japaner ein leicht modifiziertes Triebwerk nach Imola, das aktuelle Aggregat soll zumindest 18 000 Umdrehungen schaffen.

Unmittelbarer Erfolg hat sich jedoch nicht eingestellt. Drei der vier Piloten mit Honda-Motoren sahen die Zielflagge erst gar nicht, einzig Jacques Villeneuve schaffte es als Siebenter ins Ziel, was die beste Saisonplatzierung für BAR bedeutete.

Takeo Fukui von Honda ist der Ernst der Lage durchaus bewusst, in einem Interview mit dem Autosport Magazine gibt der Japaner zu, dass eine Weiterentwicklung des Motors dringend vonnöten sei. "Ich bin schrecklich enttäuscht, dass wir uns in den letzten drei Rennen nicht verbessern konnten. Wir müssen das gesamte F1-Projekt neu überdenken und das Rennen in Imola als Wendepunkt in der Weiterentwicklung hernehmen."

So schwach der Honda 004 auch sein mag, ihn als alleinigen Sündenbock für die Miseren von Jordan und BAR hinzustellen, wäre eine faule Ausrede. Bei beiden Rennställen hapert es an den gesamten Packages, man darf gespannt sein, ob die Weiterentwicklungen schon in Barcelona erste Früchte tragen.

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