MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Di Montezemolo startet Gegenangriff

Der Ferrari-Präsident weist darauf hin, dass McLaren in der Vergangenheit genauso Teamorder angewandt habe wie am Sonntag seine "Roten"...

Bernhard Eder

"Ich sage nur: Jerez 1997, Melbourne 1998!"

Luca di Montezemolo sieht der Anhörung seines Teams vor dem FIA-Weltrat am 26. Juni gelassen entgegen. "Ich bin, was die FIA-Untersuchung betrifft, nicht besorgt", so der Ferrari-Präsident.

Di Montezemolo ist der Ansicht, dass nicht die Stallregie seines Teams im Mittelpunkt der Anhörung stehen wird, sondern die Ereignisse nach dem Rennen. " Ich denke, dass die FIA klären will, was auf dem Podium passiert ist. Es war eine Geste von Michael, die ich sehr nett fand, eine Geste, die darauf abzielte, Solidarität zu zeigen. Was den Rennausgang betrifft, dagegen kann wohl nicht vorgegangen werden – die FIA akzeptiert Teamorder."

Das Image Ferrari´s, so di Montezemolo, habe durch die Ereignisse vom letzten Wochenende keinen Schaden genommen. Auch die Verärgerung vieler Ferrari-Fans werde sich wieder legen. "Diejenigen, die uns jetzt kritisieren, werden uns schon bald verstehen. Der Mythos Ferrari bleibt intakt, weil er das Resultat von 50 Jahren Geschichte, Triumph und Leidenschaft ist."

Die Kritik von verschiedener Seite, dass es "so etwas" bei Ferrari "früher" nicht gegeben hätte, lässt di Montezeolo nicht gelten. "Ich habe Leute sagen gehört, dass unter Enzo Ferrari solche Sachen nicht passiert wären. Bitte! Teamorder hat es schon in den 70er-Jahren gegeben, als ich Renn-Direktor war."

Und dann holt der Ferrari-Präsident noch zum Gegenangriff aus: "Die Moralpredigten gewisser Leute sind nicht ernst zu nehmen. Andere Teams haben in der Vergangenheit nicht anders gehandelt als wir diesmal. Ich möchte nur den Grand Prix von Australien 1998 in Erinnerung rufen, als David Coulthard Mika Hakkinen überholen lassen musste."

"Und 1997, in Jerez, gab´s sogar eine Absprache zweier Teams - Williams und McLaren – die es ermöglichte, dass Hakkinen seinen ersten Grand Prix gewinnt." Wir erinnern uns: beim WM-Finale 1997 ließ Williams-Pilot Jacques Villeneuve, dem ein dritter Rang zum Titel genügte, das McLaren Duo Hakkinen-Coulthard in der letzten Runde kampflos passieren...

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Samt "Großem Preis" am Schrannenplatz

Rückblick auf die Mödling Classic 2026

Bestes Wetter war den Fahrern am 9. Mai bei der Veranstaltung der Classic Rallye Staatsmeisterschaft hold. Im Feld von 75 Fahrzeugen sammelte ein Porsche 356 C von 1965 die wenigsten Strafpunkte. Wie gewohnt gab es wieder eine eigene Gäste-Wertung.

Sollte sich Max Verstappen mit seiner Kritik an der Formel 1 zurückhalten? Ex-Pilot Juan Pablo Montoya bringt eine mögliche Rennsperre für den Niederländer ins Spiel

Max Verstappen mit 360-Grad-Dreher

"Dann kann ich noch Rallye fahren..."

Red-Bull-Pilot Max Verstappen sorgt mit seinem spektakulären 360-Grad-Dreher in Miami für Aufsehen - und scherzt nach dem Rennen, dass er Rallye fahren könnte

Berger über Roland Ratzenberger

"Schwieriger als mein eigener Unfall"

Der Tod von Roland Ratzenberger war für Gerhard Berger schwieriger als sein eigener Unfall in Imola - Mit der Gefahr habe er sich damals "nicht sehr viel befasst"