MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Michelin deutet Rückzieher an

Michelin lenkt fürs erste ein - die Franzosen werden in Melbourne wahrscheinlich doch nicht mit den umstrittenen, asymmetrisch gerillten Pneus antreten.

Michael Trawniczek

"Völlig neue Forschungsmöglichkeiten für die Zukunft..."

Der französische Reifenausrüster Michelin hat angedeutet, die asymmetrisch gerillten Reifen zuhause zu lassen - fürs erste. Zuvor hatten FIA und Rivale Bridgestone die französische Innovation für regelwidrig befunden.

Im Laufe der Debatte kündigte Bridgestone an, man werde beim ersten Saisonrennen in Melbourne gegen alle Reifen Protest einlegen, deren Rillen nicht absolut symmetrisch verlaufen würden.

Michelin experimentiert seit längerem mit verschieden verlaufenden Rillen. Die französischen Gummis litten in der letzten Saison unter einem übermäßigen Qualitätsabbau. Mit den asymmetrischen Rillen soll dies verhindert oder zumindest hinausgezögert werden.

Der F1-Manager Michelin's, Pascal Vasselon, erklärt: "Die Erfahrungen aus dem letzten Jahr führten zu dem Schluss, ein besonders langer erster Stint würde die bestmögliche Rennstrategie garantieren. Wir werden in Melbourne Reifen dabei haben, die dieser Taktik entsprechen, aber diese Reifen beinhalten noch nicht unsere neueste Entwicklungen, an welchen wir in der Winterpause gearbeitet haben."

Vasselon macht die verküzte Testphase für den vorläufigen Rückzieher verantwortlich: "Wie auch unsere Partner wurden unsere Testmöglichkeiten durch den Winterbann limitiert, so konnten wir nicht alle unserer Ideen überprüfen. Erste Tests haben jedoch ergeben, dass gewisse Entwicklungen, welchen wir uns zeitweise vermehrt zuwendeten, völlig neue Forschungsmöglichkeiten für die Zukunft offenbart haben."

Auf das Rennen in Melbourne bezogen sagte Vasselon: "Unsere Partner können sicher sein, dass wir einen Schritt vorwärts gemacht haben. Aber ob wir wirklich genug dafür getan haben, um absolut konkurrenzfähig zu sein, werden wir erst beim Grand Prix erfahren."

(c)Formel1.at/haymarket

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

"Absoluter Wahnsinn, ein Tier"

Gen4-Auto der Formel E offiziell präsentiert

In Le Castellet ist die offizielle Präsentation der nächsten Auto-Generation für die Formel E erfolgt - Die Chefetage der Rennserie spart nicht mit Superlativen

Zwischen Wachstum und Identität

MotoGP will keine F1-Kopie werden

Milliarden-Übernahme, Millionen Fans, aber kein Kurs Richtung Formel 1: MotoGP-Sportdirektor Carlos Ezpeleta erklärt, warum der Sport bewusst anders bleiben will

Verstappen-Zukunft offener denn je

Verstappen-Zukunft: Was diesmal anders ist

Max Verstappen sagte in Japan, dass er "Lebensentscheidungen" zu treffen habe: Wie realistisch ist ein Abschied und was ist diesmal anders als in den Vorjahren?