MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Intelligenz-Test nicht bestanden...

FIA-Präsident Max Mosley beklagt, dass die Teams beim Vorschlag das Fahrertausches nicht genug Intelligenz bewiesen hätten.

Für viel Gesprächsstoff sorgte der "Neun-Punkte-Plan" von FIA-Präsident Max Mosley, mit dem dieser die Formel-1-Weltmeisterschaft spannender und aufregender machen wollte.

Zwar stammten nicht alle Vorschläge von Mosley selbst, aber letztendlich fand er an allen Vorschlägen Gefallen und legte den Teams diese vor, was für angeregte Diskussionen und teilweise auch für Kopfschütteln sorgte. Immerhin gibt Mosley in einem 'ITV'-Interview zu, dass viele der Vorschläge aus dem Blauen gegriffen waren.

Auch wenn die meisten seiner Vorschläge von den Teamchefs nicht akzeptiert wurden, kann der Brite mit der "neuen Formel 1" leben: "Wenn ich das alles komplett alleine hätte verabschieden müssen, so wäre ich bei der Einführung einiger der extremeren Vorschläge ziemlich nervös gewesen", gesteht Mosley ein.

"Ich denke, dass wir nun mit einem guten Kompromiss angekommen sind und wir werden im nächsten Jahr sehen, ob es funktioniert. Wir können zur Not immer noch eine der alten Ideen wieder aufgreifen."

Enttäuscht gibt sich Mosley jedoch, dass die Idee des Fahrertauschs, also jeden Piloten mit jedem Auto fahren zu lassen, abgelehnt wurde: "Für mich war die Reaktion auf den Fahrertausch ein Intelligenztest. Wenn man die Dinge sorgfältig analysiert, so wird man herausfinden, dass es das Ziel der Meisterschaft ist, herauszufinden, wer der beste Fahrer und welches das beste Team ist und auf diesem Weg hätte man dies tun können."

Mosley empfinde es merkwürdig, dass so viele gleich abwinkten und seinen Vorschlag als lächerlich abstempelten: "Die Leute, die nicht nachgedacht haben, lehnten es gleich ab. Ich nenne aber keine Namen…"

Umstritten ist im Moment auch der Erhalt der 107-Prozent-Regel, die angesichts der kommenden Limitierung auf eine fliegende Runde im Qualifying ziemlich häufig greifen dürfte: "Die Rennleitung hat sich diesbezüglich immer schon einsichtig gezeigt", verteidigt Mosley den Erhalt.

"Wenn das Qualifying für einen nicht läuft, so werden sie ihn fahren lassen, wenn er zuvor schnell genug war – natürlich vom letzten Platz aus. Wir brauchen die Regelung, um zu verhindern, dass der Schnellste ein und dasselbe Auto im Rennen mehrmals überrunden muss."

Gut findet Mosley das neue Reifenreglement, das es den Pneuherstellern erlaubt, für jedes Team zwei Gummimischungen an die Strecke zu bringen:

"Es gibt keinen Zweifel, dass Bridgestone Reifen hergestellt hat, die nicht nur auf den Ferrari sondern nur auf Michael Schumacher optimiert waren. Dahingegen musste Michelin einen Kompromiss zwischen McLaren und Williams finden. Der größte Einzelfaktor, der sich auf die Leistung ausgewirkt hat, war in den letzten 40-50 Jahren immer der Reifen gewesen. Sie haben nun eine größere Chance, aufzuholen."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Red-Bull-Beben geht weiter

Verliert Verstappen weitere Bezugsperson?

Red Bull droht der nächste prominente Abgang: Max Verstappens Renningenieur Gianpiero Lambiase verhandelt offenbar mit der Konkurrenz

Max Verstappen ist weiterhin der Meinung, dass Red Bull Liam Lawson mehr Zeit hätte geben sollen - Auch für Nachfolger Yuki Tsunoda sei es "schwierig" gewesen

Energie-Management in der F1?

Albon: Formel 1 2026 wie die Formel E

Die Formel 1 startet 2026 in eine neue Ära: Fahrer müssen die Fahrweise anpassen und ihre Energie managen - Alexander Albon sieht sogar Parallelen zur Formel E

Wer ist der beste Fahrer 2025?

So haben die Formel-1-Teamchefs abgestimmt

Die Formel-1-Teamchefs haben Max Verstappen zum fünften Mal in Folge zum Fahrer der Saison 2025 gewählt - Lewis Hamilton verpasst den Sprung in das Top-10-Ranking

WEC Hypercar und IMSA GTP

Wer für 2026 Updates bringt und wer nicht

Vollständige Übersicht, welche Hypercar- und GTP-Hersteller für das Langstreckenjahr 2026 Upgrades an ihren Boliden planen und welche nicht