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"Vor mir war das Chaos"

Der BAR-Teamchef über die Rivalität seiner Piloten, den Entwicklungs-Stand des neuen Autos und Fehler, die in der Vergangenheit gemacht wurden.

David Richards startet in seine zweite Formel-1-Saison mit dem Team von BAR, die Aufgaben, die auf den Organisator der Rallye-WM warten, sind bekanntlich keine kleinen.

In einem Interview auf der Homepage des Australien-GP spricht Richards offen über Probleme, Sorgen und Hoffnungen.

Ein heißes Thema ist die zunehmende Rivalität seiner beiden Piloten, Jenson Button und Jacques Villeneuve: "Solange es halbwegs geordnet abgeht, kann man das ruhig unter gesunden Konkurrenz-Kampf einordnen. Die meisten Angriffe kommen eigentlich von Jacques, er sagt einfach immer gerade heraus, was er denkt."

Was die Entwicklung des neuen Autos angeht, so ist man im Plan: "Derzeit sind Zuverlässigkeits- und Reifen-Tests angesagt, ein intensives Programm. Leider bekommen wir das letzte Motor-Update erst unmittelbar vor dem Saisonstart, wir fahren derzeit mit einem Interimsmotor und können noch nicht die volle Performance abrufen. Im Großen und Ganzen darf man aber zufrieden sein."

Was die Erwartungen an die neue Saison anbelangt, so hat Richards die Dinge relativiert: "Man hat früher den Fehler gemacht und geglaubt, man kann sich eine gute Startposition mit viel Geld und vielen Leuten erkaufen. Aber es ist eigentlich wie bei jeder Firma, um ein gutes Team zu haben bedarf es Motivation und klarer Ziele. Wir haben nun auf jeden Fall ein kleineres, dafür aber besser organisiertes Team als noch vor einem Jahr."

Scharf Kritik erntet Vorgänger Craig Pollock: "Als ich das Team übernommen habe, herrschte das blanke Chaos, niemand hatte eine Ahnung, wie man eine Firma führt. Die Leute hatte zwar große Ambitionen und Träume, aber keine Ahnung, wie man diese umsetzen konnte..."

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