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Doppelt gemoppelt

Noch so eine Schmach wie im Vorjahr will sich McLaren nicht mehr gefallen lassen, bei den Silberpfeilen arbeitet man daher an zwei Fronten.

Mit geringen Erwartungen jedoch großen Zielen für die Zukunft war das Erfolgsverwöhnte McLaren Mercedes Team in die neue Saison gegangen, in welcher mehr Erfolge als der eine Sieg durch David Coulthard in Monaco 2002 eingefahren werden sollten, jedoch noch nicht der WM-Titel auf dem Fahrplan steht.

Nach dem ersten WM-Lauf dieser Saison haben die Silbernen aus Woking, die mit einem stark modifizierten Vorjahresmodell in die Saison starteten, dabei bereits diesen einen Erfolg aus dem Vorjahr mit einem Triumph des Schotten David Coulthard beim Auftaktrennen in Melbourne eingestellt.

Doch neben diesem von Neil Oatley überarbeiteten Vorjahreswagen soll in den nächsten Wochen nach dem zweiten Rennen in Malaysia auch der neue „Ferrari-Killer“, der bereits jetzt schon sagenumwobene neue MP4-18, sein Testdebüt geben.

„Aufgrund mehr oder weniger stabiler Regeln entschlossen wir uns zwei parallele Projekte anzupacken,“ beschreibt der technische Direktor Adrian Newey die Design-Philosophie hinter den beiden McLaren Boliden des Jahrgangs 2003.

„Auf der einen Seite haben wir Oatley, der daran arbeitet den MP4-17 zu verbessern und auf der anderen Seite haben wir Mike Coughlan, der den MP4-18 designt. Glücklicherweise kommen die beiden sehr gut mit einander aus.“

Und auch Motorenpartner Mercedes-Ilmor soll nach einigen strukturellen Umstellungen mit dem FO 110N genannten Triebwerk eine neue Referenz abliefern. „Wir fragten Mercedes ob sie ihren Motor noch einmal komplett überdenken könnten. Das Ergebnis werden ein niedrigerer Schwerpunkt und ein geringeres Gewicht sein,“ so Newey. „Auf unserer Seite haben wir uns hauptsächlich darauf konzentriert ein Auto zu bauen, welches besser mit den Michelin Reifen zusammenarbeitet.“

Wann der neue MP4-18 jedoch sein Debüt geben wird ist auch weiterhin so unbekannt, wie der Debüttermin des neuen Ferrari F2003-GA, dessen Tests nach dem Unfall von Luca Badoer nun angeblich für längere Zeit unterbrochen werden müssen.

„Es hängt alles von der Konkurrenzfähigkeit und dem Entwicklungspotenzial des MP4-17D ab,“ nutzte jedoch auch McLaren Geschäftsführer Martin Whitmarsh ähnliche Argumente wie die Konkurrenz aus Maranello, die sich zudem noch immer auf die Zuverlässigkeit des neuen Boliden beruft. „Was heute jedoch wichtig zu sein scheint ist die Tatsache, dass es keinen Grund zur Eile gibt…“

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