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Rückschlag für F1-Projekt in Bahrain

Weil das nationale Parlament gegen einen Grand Prix von Bahrain ist, scheint das schon bestätigte Projekt auf einmal gefährdet.

Eigentlich ist längst alles fix, selbst Bernie Ecclestone hat seine Unterschrift schon unter den Vertrag gesetzt – und doch sieht es momentan nicht nach einem Grand Prix in Bahrain in der Saison 2004 aus. Das Parlament des Landes hat offenbar die Notbremse gezogen, will die budgetierten 200 Millionen US-Dollar lieber anders investieren.

Nach einem Bericht der 'Gulf Daily News' stimmten die 40 Mitglieder des Parlaments gegen die staatliche Finanzierung der Formel-1-Strecke, was mangels privater Investoren einem Todesurteil für den möglichen ersten Grand Prix im arabischen Raum gleichkommt. Angeblich sei ein westliches Ereignis wie ein Autorennen einer höchst kommerzialisierten Serie nicht mit den Werten der islamischen Welt vereinbar.

Von 'Reuters' wurde diesbezüglich sogar ein hochrangiger Politiker zitiert, der einen Massenandrang fürchtet, weil Wettbetrüger und Prostituierte das Land überfluten könnten. Dass der Vertrag mit Ecclestones Formel-1-Firmengruppe längst unterzeichnet ist, scheint die Behörden kaum zu stören. Endgültig freilich ist der Beschluss erst nach der Abstimmung eines weiteren 40-Mann-Gremiums.

Weil laut 'Motorsport aktuell' der Große Preis von Österreich in Wahrheit - wie auch Belgien - wegen der baldigen Integration von Shanghai und eben Bahrain aus dem Kalender verbannt werden musste, besteht für die Steiermark nun wieder mehr Hoffnung, die Königsklasse über 2003 hinaus am A1-Ring willkommen heißen zu dürfen. Entsprechende Verhandlungen sollen spätestens beim diesjährigen Grand Prix aufgenommen werden.

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