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Alex Wurz passt nicht in den MP4-20!

Beim neuen McLaren-Mercedes MP4-20 sei das zu kleine Cockpit kein Konstruktionsfehler, sondern Teil des Designs, erklärte Testpilot Alex Wurz.

„Was im letzten Jahr passiert ist, war ein Konstruktionsfehler bei den ersten Chassis des McLaren MP4-19A. Doch dann wurde alles korrigiert und ich konnte rechtzeitig, zwei Monate vor Saisonstart, mit dem Testen beginnen“, erklärt McLaren-Tester Alex Wurz gegenüber Autosport. Denn schon im letzten Jahr passte Wurz wegen des erwähnten Konstruktionsfehlers zunächst nicht in den MP4-19A. Diesmal sei das anders, diesmal sei das Cockpit des neuen McLaren-Mercedes MP4-20 schon von der Konstruktion her derart klein dimensioniert, dass Wurz nicht hineinpasst.

Der Österreicher sagt: „Dieses Mal gehört das kleinere Cockpit zum Projekt. Und auch wenn ich mich reinsetzen und den Wagen fahren kann – so weit ich das jetzt von den Sitzproben in der Fabrik sagen kann – werde ich nicht in der Lage sein, länger im Auto zu sitzen oder ein gutes Gefühl für den Wagen aufzubauen, so gebückt muss ich in diesem Auto sitzen.“

Da man davon ausgehen kann, dass man sich bei McLaren-Mercedes etwas dabei denkt, wenn man das Cockpit des neuen Boliden so klein dimensioniert, dass der Team-Testfahrer nicht mehr hineinpasst, ergibt sich die Frage: Was genau hat man sich dabei gedacht? Möchte man auf die Dienste des Langzeit-Testpiloten in dessen letztem Vertragsjahr gar verzichten? Denn laut Wurz ist noch nicht klar, ob es jemals eine Version des MP4-20 geben wird, in die er bequem hineinpasst. Wurz ist um 11 Zentimeter größer als Kimi Räikkönen und um 18 Zentimeter größer als Juan Pablo Montoya.

Wurz sagt: „Was getan werden müsste, damit ich ordentlich hineinpasse, ist nicht viel, aber es würde einiges an Arbeit von Seiten des Teams verlangen. Ich weiß bereits sicher, dass ich nicht in die ersten Chassis passen und zunächst weiter mit dem MP4-19B testen werde. Ich hoffe aber, dass das Team, sobald es mit der Produktion von weiteren MP4-20-Chassis für das Testteam beginnt, in der Lage sein wird, dabei geräumigere Cockpits einzubauen, sodass ich die Möglichkeit erhalte, ernsthaft an der Weiterentwicklung des MP4-20 mitzuarbeiten. Aber zurzeit ist es nicht sicher, ob solche geräumigeren Cockpits überhaupt eingebaut werden.“

Und so tauchte erst unlängst der Name Mika Häkkinen auf – der finnische Doppelweltmeister fährt im kommenden Jahr für Mercedes in der DTM, er geistert zurzeit als möglicher McLaren-Testpilot durch den Medienwald. Häkkinen würde in den neuesten Geniestreich von Konstrukteur Adrian Newey zumindest hineinpassen...

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